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Kirche in WDR 2 | 13.06.2024 | 05:55 Uhr

Mann oder Bär?

In einem aktuellen Trend auf Social Media wird Frauen die hypothetische Frage gestellt, ob sie alleine im Wald lieber auf einen Mann oder einen Bären stoßen würden. Die Mehrheit der Frauen wählt den Bären – und die meisten Männer fühlen sich vor den Kopf gestoßen.


Dabei haben die Nutzerinnen, die lieber einem Bären als einem Mann begegnen würden, gute Gründe für ihre Entscheidung. „Das Schlimmste, was der Bär mir antun kann, ist mich umzubringen“, kommentiert eine Nutzerin. „Nach der Attacke eines Bären würde man nicht gefragt, was man anhatte und es werde einem wenigstens geglaubt“, postet eine andere.

„Wenn ich den Angriff überlebe, muss ich den Bären danach nicht auf Familienfeiern immer wiedersehen“. Und: „Der Bär würde es nicht filmen und dann all seinen Freunden schicken“. „Niemand würde über die aussichtsreiche Zukunft des Bären reden“.
Und wenn auch selbstverständlich nicht alle Männer eine wirkliche Gefahr darstellen, lautet ein Kommentar dazu: „Nein, nicht alle Männer, aber genug.“


Es ist ein hässliches Bild von Männern, das bei diesen Aussagen Gestalt annimmt.

So erschreckend die Entscheidung für den Bären auch ist, immerhin verdeutlicht sie eine reale Angst, die einen guten Grund hat, wie Kriminalstatistiken zeigen. Der Trend ist ein Zeichen einer zunehmenden Bewusstwerdung der Gewalt gegenüber Frauen. Auch bei Männern:

Einigen Vätern ist gesagt worden, sie sollen sich ihre Töchter allein im Wald vorstellen. Was denken sie, ist für sie persönlich schlimmer. Wenn ihre Töchter einem Bären oder einem Mann begegnen. Sie haben ebenfalls zum Bären tendiert.

Was ist eigentlich aus dem romantischen Image des Mannes als Beschützer geworden, frage ich mich?


„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes vor 75 Jahren in unsere Verfassung geschrieben. Und den denkwürdigen Satz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.

Die Lebenswirklichkeit sieht offenbar anders aus: Die Anzahl der Übergriffe gegen Frauen hat in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren zugenommen. Der weltweit anerkannte Straftatbestand „Femizid“ ist ins Deutsche Strafrecht aber nicht aufgenommen worden.


Die Bibel stellt fest, dass der Mensch nur als Mann und Frau gemeinsam dem Bild Gottes entspricht. Das ist eine klare Absage an jegliche Hierarchie zwischen den Geschlechtern und eine Verpflichtung hinzusehen, wo und wenn Frauen durch gesellschaftliche Strukturen bedroht sind. Niemand in unserem Land sollte sich den Bären wünschen müssen.


Quellen: https://www.fr.de/panorama/warum-frauen-lieber-baeren-als-mann-allein-wald-begegnen-tiktok-trend-93055085.html, zuletzt abgerufen am 10.05.202



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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