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Kirche in WDR 2 | 02.07.2024 | 05:55 Uhr

Hartmannswillerkopf

Puh…diese Wanderung war schwerer als gedacht: Wir waren neulich im Elsass und im Anschluss daran in den Vogesen. Auf der Fahrt durch diese wunderschöne Landschaft haben wir Halt gemacht am Hartmannswillerkopf.

Heute ein schönes kleines Tal, zu beiden Seiten durch Berg und Hügel begrenzt. Auf dem Berg ein traumhafter, lichter Wald, wunderschön zum Wandern mit einer tollen Aussicht auf die umgebende Landschaft.

Aber das ist eben nicht alles. Auf der einen Seite des Hügels sehen wir: Steinkreuz über Steinkreuz. Für jeden toten französischen Soldaten – eines. Gefallen im Ersten Weltkrieg, in den Jahren 1914 - 1916.

Wir wandern den bewaldeten Berg hinauf und müssen all die vielen Kreuze und das dahinterstehende Leid erstmal verarbeiten. Da bleibt einem schon die Luft weg…Nach ein paar Schritten, dann sehen wir den ersten, noch fast intakten Schützengraben, dann noch einen und noch einen. Der ganze Wald ist voller großer Einschlaglöcher der damaligen Geschosse - heute wachsen dort Büsche und Moose. Immer weiter geht es bergauf, immer mehr Schützengräben sind zu sehen.

Oben auf der Bergspitze dann ein großes weißes Kreuz und eine Landschaft, die fast an Hobbingen im „Herr der Ringe“ erinnert. Aber statt Hobbit-Höhlen gibt es hier weitere Unterstände und Schützengräben. Furchtbar!

Im Museum erfahren wir dann mehr über die schreckliche Zeit hier am Berg. Über Gefechte zwischen französischen und deutschen Soldaten im ersten Weltkrieg und dass mehr als 7.000 Menschen auf beiden Seiten hier sterben mussten. Das hat mich so berührt, nachdenklich gemacht und erschüttert.

Im Gedächtnis bleibt mir auch ein Foto im Museum. Da sehe ich den Wald, durch den wir vorhin bei so schönem Licht gewandert sind. Das Foto zeigt den Wald damals, im Krieg: Durch Feuer, Beschuss und Explosionen hatte der Mensch es geschafft, eine Landschaft zurück zu lassen, in der kein einziger Baum, kein Strauch, nichts mehr stand... eine Wüste am Berg.

Ganz unten am Fuße des Soldatenfriedhofs gehen wir dann in das Nationaldenkmal. Würdevoll gestaltet, es liegen dort Kränze mit französischen und deutschen Farben. Wir halten kurz inne, ich bete im Stillen: Bitte nie wieder Krieg!

Heute vor 61 Jahren trat der Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland in Kraft, und das nach zwei Weltkriegen. Für mich unglaublich und Mut machend zugleich.

Wir haben unsere Fahrt durch die Vogesen dann fortgesetzt. Durch Frankreich, in unserem Auto mit deutschem Nummernschild.



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