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Kirche in WDR 2 | 06.07.2024 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung


Manche Persönlichkeiten prägen ein Jahrhundert. Manche, weil sie Kriege führen, etwas erfunden haben oder weil sie mit aller Macht ihren Willen zeigen: in der Kunst, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft.
Wenige nur prägen ihre Zeiten wegen der Grundsätze, die sie radikal verfolgen: Mitmenschlichkeit und Solidarität etwa. So jemand war in Frankreich Abbé Pierre.
„Meine Freunde, glaubt mir, ich verstehe eure Lage. Ich war an eurer Seite an der Front und in der Résistance gegen die Besatzer.“
So erzählt der Kapuzinermönch im Film „Ein Leben für die Menschlichkeit – Abbé Pierre“, der seit dieser Woche im Kino läuft.
Abbé Pierre wird als Henri Antoine Grouès 1912 in eine wohlhabende Unternehmerfamilie in Lyon geboren. Im Zweiten Weltkrieg schließt er sich der Résistance an und muss untertauchen. Er hilft Juden und politisch Verfolgten zur Fluch in die Schweiz. Aus dieser Zeit stammt sein Tarnname „Abbé Pierre“.
1949 gründet er dann die Organisation „Emmaus“, die sich um Obdachlose kümmert. Die gibt es bis heute, auch in Deutschland.
„Wenn jemand zum ersten Mal kommt, seien deine einzigen Fragen an ihn: Hast du Hunger, bist du müde, möchtest du dich waschen? Tritt ein, du bist willkommen.“
National bekannt wird der Kapuziner im Winter 1953/54. Der ist ungewöhnlich kalt, viele Menschen sterben. Abbé Pierre wirbt dafür, sich für die Leidenden einzusetzen. Sichtbarstes Zeichen: eine Radioansprache, die in die Geschichte eingeht.
„Wir sind in Not, eine Frau ist gerade erfroren, heute Nacht auf einem Gehweg mitten in Paris. In der Hand hielt sie das Schreiben, mit dem man sie aus der Wohnung geworfen hat.“
Abbé Pierre startet in Frankreich eine Art „Nationale Resistance“ der Mitmenschlichkeit. Der umtriebige Kapuziner organisiert und hilft – zeitweise ist er sogar Abgeordneter in der Nationalversammlung. Doch bei allem öffentlichen Ruhm: Abbé Pierres Worte sorgen auch für Gegenwind.
„Die Unglücklichen leiden, sie schauen auf uns und Sie tun nichts. - Von einem Großbürgersohn lassen
wir uns hier nicht belehren!“
Bei aller Kritik: Als Abbé Pierre 2007 stirbt, ist er längst sein eigenes Denkmal. Oft ist es einfach, sich hinter solchen Lichtgestalten einfach zu verstecken. „Ich bin ja nur ich, was soll ich schon tun“, sagt man sich dann gern. Aber der kleine Kapuziner aus Frankreich zeigt: Der größte Schritt ist es, überhaupt etwas zu tun. Die Missstände im eigenen Umfeld nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv werden – für
die Gemeinschaft. Es muss ja nicht jeder gleich eine Hilfsorganisation aufbauen. Anderen die Hand zu reichen ist oft schon genug. Gerade in einer Zeit, in der mehr und mehr Menschen das Schicksal der „anderen“ egal ist, macht es einen Unterschied, hinzuschauen. Und mitzufühlen. Europa rückt derzeit nach rechts, es wird in Sachen Mitmenschlichkeit kälter – kälter von innen. Dagegen menschliche Wärme zu setzen ist wichtiger denn je.
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