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Kirche in WDR 3 | 12.10.2021 | 07:50 Uhr

Jesus Christ Superstar

Heute vor 50 Jahren wurde das Musical Jesus Christ Superstar uraufgeführt. Es sollte ein Welterfolg werden. Allein die Originalinszenierung in New York brachte es zu 720 Aufführungen. Jesus Christ Superstar wurde verfilmt, CDs und Schallplatten wurden herausgebracht und in der ganzen Welt folgten immer wieder neue Inszenierungen. Jesus als Superstar, das leuchtet mir ein, nicht weil ich Priester bin, sondern weil die Bibel zur Weltliteratur gehört! Die Bibel berichtet nämlich ausführlich davon, dass die Worte Jesu unterschiedlichste Menschen bewegten und anzogen, dass seine Taten ihm Aufmerksamkeit einbrachten, wie die eines Superstars: Kranke wieder gesund zu machen, Trostlosen neuen Mut zu geben, Schwachen aufzuhelfen, Ausgeschlossene in die Mitte zu stellen. Das machte ihn bis heute populär.

In dem Musical Jesus Christ Superstar kommt aber auch eindrucksvoll eine andere Seite zur Sprache: Es sind die Zweifel an Jesus. Da ist Judas, der zweifelt ganz laut: Ob der Hype um Jesus nachhaltig ist? Ob Jesus nicht einfach nur ein Hochstapler ist? Jesus Christ Superstar – für mich bis heute ein Highlight. Dabei ist die Geschichte Jesu, sein Leben, Leiden und Sterben, seit vielen hundert Jahren immer wieder vertont, inszeniert und verfilmt worden – seien es die großen Passionen von Johann Sebastian Bach oder die weltberühmten Passionsspiele in Oberammergau. Dass vor 50 Jahren aber der Stoff mit Jesus Christ Superstar noch einmal so aufgenommen wurde, zeigt mir einmal mehr, welche tiefe menschliche Wahrheit in der Geschichte von diesem Jesus steckt, und dass sie auch heute noch Menschen berührt. Mich berührt – und das hat mir das Musical noch einmal gezeigt –, wie Jesus von Nazareth sein Leben gelebt hat: ganz ohne Rücksicht auf sich selbst, ganz ohne Gewalt, ganz für andere. Hier ist der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt durchbrochen worden – durch diesen Jesus, der sich unschuldig hat ans Kreuz schlagen lassen. Bis heute inspiriert Jesus Menschen. Das zeigt sich eben auch daran, dass sich Musiker mit ihm auseinanderzusetzen, nicht nur mit Musicals, sondern auch mit geistlichem Liedgut für den Gottesdienst oder mit kommerziellen Songs. Musik ist dabei sicherlich kein zufälliges Medium. Denn Musik kann dorthin gelangen, wo sich auch meine Haltung zu Jesus entscheidet: ins Herz. Jesus kann man nicht nur mit dem Kopf begreifen, er will immer den ganzen Menschen angehen. Und darum die Musik: sie berührt Menschen ganzheitlich. Und so komme ich noch einmal zurück auf das Musical Jesus Christ Superstar: Mit der Musik stellt sich mir zutiefst die Frage: Wer ist dieser Jesus für mich? Ist er ein Superstar? Oder – wie Judas das formulierte: Ist er nur ein Hochstapler? Wie tief will ich eine Beziehung zu ihm aufbauen? Und kann ich es ertragen, wenn meine Beziehung zu Jesus unbequem wird, weil sie mich fordert? Und bin ich dann noch bereit, mich mehr von ihm berühren zu lassen, als nur aufgrund der Berührung durch die Musik eines großartigen Musicals?

Wie gerne würde ich öfter singen: Jesus Christ Superstar – weil Er mich berührt.

Es grüßt Sie

Philipp Schmitz aus Erkelenz

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