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Kirche in WDR 4 | 07.05.2026 | 08:55 Uhr
Unerlöst
Ich kann mich an einen katholischen Geistlichen erinnern, der kam früh morgens aus einem Gottesdienst und brummte vor sich hin: „Na, die waren aber unerlöst.“ Er meinte die Menschen, mit denen er diesen Gottesdienst gefeiert hatte. Ich fand das nicht so nett von dem. Nun, wahrscheinlich war dieser Priester ein Morgenmuffel genau wie ich und konnte sich um die Uhrzeit mit den griesgrämig anmutenden Gottedienstbesuchenden nicht wirklich freuen.
Aus christlicher Sicht war das sowas wie eine Panne. Erlösung bedeutet nämlich Heilung, Rettung und Befreiung und gehört für Gläubige Christinnen und Christen zur Grundeinstellung. Klappt aber eben nicht immer. Natürlich, man erlebt ganz früh morgens auch schonmal unfreundliche Bäckereifachverkäuferinnen, die missmutig ihre Brötchen rausgeben und da kann ein Geistlicher wegen teilnahmslos erscheinender Gottesdienstbesucher auch mal schlecht drauf sein. Warum soll der deshalb nicht auch mal unerlöst wirken?
Im Christentum ist die Erlösung ein Werk Gottes und Jesus hat durch seine Ankunft auf dieser Erde als Menschensohn bereits Erlösung geschaffen, das heißt wir sind angehalten an das Gute zu glauben. Christen glauben, dass die Erlösung durch Jesus als Menschensohn begonnen hat aber noch nicht abgeschlossen ist. Wir als Bodenpersonal sollen gefälligst an der Umsetzung arbeiten.
Wir glauben also, dass alles gut wird und meinen das auch noch ernst. Unerlöstheit geht aus christlicher Sicht eigentlich nur vorübergehend. Jesus hat nämlich durch seine Ankunft auf unserer Welt schon Erlösung geschaffen, wer noch mehr davon will, der sollte heute damit loslegen. Wie man das hinbekommt dazu hat er uns jede Menge Tipps gegeben. Wir können jetzt und heute damit anfangen.
