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Kirche in WDR 4 | 14.06.2014 | 08:55 Uhr

Wie sich das Evangelium ausbreitet

Liebe Hörerin, lieber Hörer! Der Apostel Paulus hat das Evangelium auf seinen Reisen nach Europa gebracht. Aber auch nach Afrika ist die Botschaft von dem Gott, der alle Menschen liebt, schon ganz früh gekommen. Wie - davon erzählt der Evangelist Lukas: (Apg. 8, 26-40)

In Jerusalem gab es sieben Diakone, die überwachten die Essensausgabe an die christlichen Gemeindemitglieder. Einer von ihnen, Philippus, wurde auf der Straße gesehen, die von Jerusalem nach Gaza, also nach Süden führt. Was da berichtet wird, klingt einigermaßen sonderbar: Philippus soll in einem Bachlauf am Rand der Straße gestanden haben. Bei ihm ein Mann mit dunkler Hautfarbe. Philippus tauchte ihn ins Wasser, so wie es einige Jahre zuvor Johannes der Täufer am Jordan mit Jesus und vielen anderen Menschen getan hatte. Am Straßenrand stand ein prächtiger Wagen. In diesen Wagen stieg der dunkelhäutige Mann dann wieder ein und fuhr weiter nach Süden.

In Jerusalem erzählte man sich, dieser gut gekleidete Mann in dem Wagen sei der Minister einer Königin aus dem Süden gewesen, aus Äthiopien. Man hatte ihn vor einigen Tagen auch in Jerusalem gesehen. Er war im Tempel gewesen, hatte dort wohl geopfert, auch mit Schriftgelehrten hatte er gesprochen. Danach wurde er mit einer Schriftrolle gesehen. Er hatte offenbar nach Informationen gesucht, wahrscheinlich über den Glauben Israels. Philippus hatte diesen Fremden auf dem Rastplatz bei Gaza vermutlich zufällig getroffen und die Gelegenheit genutzt, ihm von Jesus zu erzählen und ihn zu taufen.

Liebe Hörerin, lieber Hörer, nicht mit Gewalt hat sich das Evangelium am Anfang ausgebreitet, sondern von Mund zu Mund und in kleinen Gruppen und Kreisen ist die Botschaft weitergetragen worden: „Alle Menschen haben durch Gottes Güte ihr Leben. Und Jesus Christus hat diese Güte unter den Menschen gelebt.“ Diese einfache Mitteilung konnten alle verstehen, die kleinen Leute, die Fischer und Bauern, aber auch Minister und Könige. Leider sind im Laufe der Jahrhunderte viele Menschen mit Gewalt gezwungen worden, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Durch Gewalt aber wird der Sinn der Botschaft von Gott, der die Liebe ist, auf den Kopf gestellt. Das Ansehen der Christenheit hat unter solchem brutalen Unsinn immer wieder schwer gelitten.

Liebe Hörerin, lieber Hörer! Wie sind Sie mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen, wie sind Sie dem Geist Gottes begegnet? Durch Ihre Eltern? Durch Freunde? Durch Lehrer? Durch ein Buch? Oder ist ihnen das alles fremd, das Bekenntnis zu Jesus Christus? Zu Gott, der als die Kraft der Liebe unter den Menschen wirkt?

Mir ist die Kraft der Liebe Gottes entscheidend begegnet in Worten der christlichen Widerstandskämpfer. Vom Geist Christi bewegt, stellten sie sich dem Regime der Nationalsozialisten mutig in den Weg: Dietrich Bonhoeffer, Graf von Moltke, Pater Delp oder der rheinische Pfarrer Paul Schneider aus Dickenschied im Hunsrück, der im KZ Buchenwald gefoltert und ermordet wurde.

Dietrich Bonhoeffers Lied von den „Guten Mächten“, die uns wunderbar bergen, selbst unter ganz bösen Umständen, mitten in der Unterdrückung durch eine Diktatur der Unmenschlichkeit, dieses Lied hat meinen Lebensweg erleuchtet.

Dass auch Sie überzeugenden Christen begegnen oder Worte oder Lieder als Licht auf Ihrem Weg finden, wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Reinhard Schmidt-Rost aus Bonn.

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