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Kirche in WDR 4 | 14.11.2014 | 08:55 Uhr

Das große JA

Guten Morgen! Als ich die Tür öffne, steht ein lachendes junges Paar davor.

Verliebte Menschen zu treffen, ist wunderbar. Ihre prickelnde Lebensfreude steckt an.

Paare treffen sich mit mir, wenn sie getraut werden wollen. Sie wünschen sich, einen Gottesdienst zu ihrer Hochzeit zu feiern. Aufbruchsstimmung und Ideenfülle prägt diese Gespräche.

Die Musik darf mitreißend sein, die Freunde sprechen Wünsche für das Brautpaar und die Familien erleben, welche Lebensbejahung in diesem Fest liegt.

Im Mittelpunkt steht:

Das Wagnis des Vertrauens! Es wird mit allen Registern der Lebensfreude gefeiert. In dem Gespräch mit dem lachenden Paar gibt die junge Frau zu bedenken: „Wir wollen hier keine heile Welt feiern mit allem Brimborium. Sie müssen wissen, in unserer Familie sind viele geschieden. Meine Eltern auch. In diesem Gottesdienst sollen sich auch die geschiedenen Paare angenommen fühlen. Das ist uns wichtig.

Meine Eltern leiden bis heute unter der Scheidung: Die Verletzungen haben viel kaputt gemacht. Es wird für die beiden nicht einfach, sich bei unserer Trauung zu begegnen. Ich habe manchmal Angst, dass es bei uns auch einmal so kommen kann.

Wir wollen trotzdem heiraten. Natürlich kann manches auf uns zukommen: Wir wissen nicht, ob es mit der Goldenen Hochzeit klappt. Wir sind zuversichtlich.“

Ich bin beeindruckt von dieser Klarheit. Darauf zu vertrauen, dass eine Beziehung Bestand haben wird, ist nicht so einfach. Liebe ist nicht planbar, sie bleibt ein Wagnis. Sie lebt vom ausgesprochenen Ja zueinander.

Vertrauen ist ein höchst erfolgreiches Konzept für gelingende, langlebige Beziehungen: Ohne Vertrauen wären wir nicht überlebensfähig. In der Menschheitsgeschichte hätten wir nichts erreicht ohne Vertrauen.

Ohne Vertrauen verpasse ich den ersten Schritt zum Anfang einer wunderbaren Geschichte. Mancher hält das Vertrauen auf eine beständige Beziehung für Wunschdenken. Aber warum soll etwas Gewünschtes nicht wahr sein? Wunschdenken kann ein Motor sein für uns.

Wir suchen etwas, versuchen zu erkennen wie es gehen kann, die Sehnsucht hält uns auf dem Weg. Am Ziel werden wir gefunden von der Liebe, die uns tragen kann.

Ein Goldhochzeitspaar hat es mal so beschrieben: Von ganzem Herzen JA sagen zu einem Menschen. Ein Ja, so groß, dass auch ein paar Neins darin Platz finden.

Das finde ich ein ausgesprochen gutes Rezept für eine Ehe mit Zukunft. Ein Ja so groß, dass auch ein paar Neins darin Platz finden. Das ist realistisch. Jede und jeder hat Macken. Manchmal gehen wir uns furchtbar auf die Nerven, manchmal sind wir maßlos enttäuscht voneinander. Und nicht alles gefällt uns an der anderen oder an dem anderen. Doch wenn das Ja groß genug ist, wenn ich immer wieder versuche, es in mir zu finden und zu spüren – dann kann eine Ehe mit den Neins umgehen. Die Liebe – sie umschließt das Nein in ihrem großen Ja. Das größte Ja spricht Gott zu uns. Wenn wir uns selbst nicht leiden können und der Partner auch nicht. Gott schließt uns in die Arme und sagt: Schau, ich liebe dich, trotz aller deiner Macken. Liebe dich selbst so und auch deinen Mann, deine Frau.

Dass Sie Beziehungen leben, in denen die Neins aufgehoben sind im Meer des liebenden großen Ja, das wünscht Ihnen, Ihre Pfarrerin Viktoria Keil aus Barntrup und Sonneborn.

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