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Kirche in WDR 4 | 26.12.2013 | 08:55 Uhr

Der Heiland der einfachen Leute

Sie hatten eine Erscheinung. Mitten in der Nacht. Auf dem Feld. Die Hirten.

Sprecherin: Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. (Lukas 2,15ff)

Autor: Guten Morgen, liebe Hörerin, guten Morgen, lieber Hörer! Die Hirten hatten die Botschaft eines Engels vernommen: Euch ist der Friedenskönig geboren. In Bethlehem. In Gestalt eines kleinen Kindes.

Aber sie waren sich nicht sicher, ob diese Himmelserscheinung nicht nur Einbildung war. Sie waren einfache Leute, und gerade deshalb Realisten. Spinnereien konnten sie sich nicht leisten. Ihr Leben war hart, die Natur bestimmte ihr Leben, das Wetter, die Weiden, die wilden Tiere, und natürlich ihre Herde und was die Tiere zum Leben brauchten. Vielleicht haben die Hirten zuerst gezögert, ob sie wirklich nachschauen sollten. Wenn sie sich das alles eingebildet hätten, dann würden sie sicher in Bethlehem verspottet werden. Einer von ihnen sagte auch zweifelnd: „Kinder werden viele geboren auch heute Nacht in Bethlehem, wie wollt Ihr denn genau dieses Kind finden?“ Aber die meisten meinten: „Es muss schon ein besonderes Kind sein, sonst würde es uns nicht so glänzend angekündigt.“ Darauf der Zweifler: „Also, wirklich, glaubt ihr tatsächlich, wir Hirten sind eine passende Leibgarde für einen König? Denn ein König muss es ja mindestens sein, wenn Gott selbst mit Glanz und Gloria zur Ankündigung seiner Geburt seine Engel schickt.“ Am Ende setzte sich doch bei allen die Neugier durch und auch der Zweifler ließ sich umstimmen. Und so zogen sie nach Bethlehem, um sich selbst zu überzeugen, ob etwas dran wäre an den Worten des Engels. Und sie fanden das Kind in der Krippe tatsächlich, und dieser Eindruck ließ sie ihr Leben lang nicht mehr los. Immer wieder erzählten sie davon: In diesem Kind ist der Heiland der Welt geboren! Der, der allen Menschen Frieden bringen wird! Und viele, die es hörten, verbreiteten die Worte der Hirten.

Liebe Hörerin, lieber Hörer, wie hätte der Evangelist Lukas anders von der Geburt des Jesus von Nazareth erzählen sollen? Er hatte gehört und es selbst erlebt: Im Anfang waren es vor allem die einfachen Leute, die Jesus, dem Lehrer aus Nazareth zuhörten und seinen Worten vertrauten: die Fischer am See Genezareth, die Hausfrauen in Kapernaum, die Bauern im Norden Palästinas, und später dann in Griechenland, in Thessalonike, in Philippi und Korinth auch Handwerker und Kaufleute.

Sie alle schöpften Hoffnung, dass ihr Leben sich verändern würde durch die Worte und Taten Jesu. Und ihr Leben hatte sich verändert, sie selbst hatten sich verändert durch ihren neuen Glauben.

Und uns geht es genauso: Wir hoffen wie unsere Vorfahren darauf, dass Gottes Geist der Liebe und des Friedens in uns allen zum Guten wirkt.

Dass dieser Geist uns und die Welt verändert, das wünscht sich Ihr Pfarrer Reinhard Schmidt-Rost aus Bonn.

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