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Sonntagskirche | 15.10.2017 | 08:55 Uhr

Singen heilt – Luther der erste Popmusiker

Guten Morgen zusammen.

Haben Sie heute schon gesungen? Das hoffe ich doch sehr. Für mich ist der Sonntag und auch der Gottesdienstbesuch vor allen Dingen durch das gemeinsame Singen attraktiv. Denn Luther, den wir in diesem Reformationsjahr rauf und runter gefeiert haben, war der erste Popmusiker der Weltgeschichte. Ja, denkt man gar nicht. Ein feste Burg ist unser Gott ist ja nun nicht so hitverdächtig für uns heute. Aber für die Leute vor 500 Jahren war das schon ein Gassenhauer.

Und Luther hat das gemacht, was später viele andere Plagiatoren gemacht haben. Damals gab es nämlich keine GEMA. Er hat sich eine Melodie genommen, die sowieso schon populär war, die die Leute kannten, und hat darauf einen neuen Text gemacht. Luther wusste, nicht viele Menschen konnten damals lesen. Musik geht ins Ohr, geht ins Herz und hilft ihm, seine Botschaften zu verbreiten.

Er hat also, lange bevor es Spotify und andere Downloaddienste gab, kapiert: Wenn die Menschen meine Songs im Hinterkopf haben und singen, verbreitet sich das viral, würde man das heute sagen. Bis zu Luthers Zeiten war die Gemeinde in der Kirche stumm. Die hatten nichts weiter zu tun, als zu stehen, zu knien und wurden gar nicht um ihren Dialog, um ihre Stimme aufgefordert, die mit einzubringen. Luther hat das erste Gesangbuch herausgebracht. Er hat gesagt: Mensch, die Leute sollen doch aktiv Teil des Gottesdienstes werden, gebt ihnen eine Rolle, gebt ihnen eine Stimme, gebt ihnen eine Chance, selber Gott zu preisen in den Liedern.

Die heilende Kraft des Singens ist mir heute viel bewusster als früher. Ich bin auch Unterstützer von den singenden Krankenhäusern, von der Idee, dass gerade Menschen, die leiden, die Schmerzen haben, die seelisch erkrankt sind, unglaublich davon profitieren, wenn man nicht nur mit ihnen redet, sondern mit ihnen singt. Das Singen ist die älteste Form, Menschen Trost zu geben. Wahrscheinlich kommt es auch daher, es hat sich so evolutionär zumindest erklären lassen, dass die Mütter für die Kinder, wenn die weiter weg sind, eben nicht nur beruhigende Worte gefunden haben, sondern gesungen haben. Und automatisch, wissen wir heute, steigt das Vertrauen, die Angst geht zurück. Das lässt sich sogar an bestimmten Hormonen wie dem Oxytocin messen, dass Singen nicht nur der Seele, sondern auch dem Leib gut tut.

Kein Mensch kann mit sich Kanon singen. Und deswegen alleine lohnt es sich schon, irgendwo hinzugehen, wo andere Menschen auch gerne singen. Froh zu sein, bedarf es wenig, denn wer froh ist, ist ein König. Und jetzt alle. Schönen Sonntag.

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