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Sonntagskirche | 18.04.2021 | 08:55 Uhr

Schaf müsste man sein (Hirtensonntag)

Guten Morgen!

Nein, als Hirtenhund könnte unser Golden Retriever wahrlich nicht punkten. Sobald ein größerer Hund auf der Bildfläche erscheint, sucht Itthai - so heißt unser Hund - Zuflucht zwischen unseren Beinen.

Neulich sind wir wieder so einem großen Hund begegnet. Einem Hirtenhund. Gut, dass Itthai ihn von hinten im Auto nicht sehen konnte. Mitten auf der Bundesstraße zwischen Halver und Radevormwald ist der Hirtenhund mit einer großen Schafherde unterwegs und kommt uns entgegen Die Tiere laufen entlang der Bundesstraße von einer Weide zur nächsten. Vorneweg der Hirte, dem die Schafe folgen, und wir sind mittendrin an diesem Dienstagnachmittag. Für uns ein ungewöhnliches und nicht gerade alltägliches Bild. Auf dieser stark frequentierten und mit hohen Geschwindigkeiten befahrenen Bundesstraße marschiert seelenruhig ein Schafhirte mit seiner Herde im Schlepptau. Der Hirtenhund hält als letzter die Herde auf Kurs.

Ein friedliches Bild, das Harmonie ausstrahlt. Alle Räder stehen still. Souverän geht der Schäfer seinen Weg. Gutmütig, auch etwas aufgeregt und geradezu neugierig, folgt die Schafherde. Was so romantisch aussieht, ist harte Arbeit.

In der Bibel ist der Hirte eines der bekanntesten Bilder für Gott. Und der heutige Sonntag im Kirchenjahr steht im Zeichen dieses „guten Hirten“.

Jesus hat von sich gesagt: „Ich bin der gute Hirte.“ Wenn ich das höre, sehe ich die Schafherde auf der Bundesstraße vor mir. Die Leute, die Jesus damals zuhören, können mit dem Bild noch viel mehr anfangen. Für sie ist das Schafehalten und -hüten viel alltäglicher. Beim Wort vom Hirten haben sie sofort den Geruch von Schafen in der Nase. Ganz bekannt ist für sie auch ein Text aus ihren Heiligen Schriften, heute nennt man ihn Psalm 23: Da geht es um einen Hirten. Der Hirte sorgt dafür, dass die Herde frisches Wasser und Gras findet und sicher weiden kann. Die Schafe wissen, wo sie hingehören und wo sie sicher sind.

Der Hirte ist Gott. Jesus als Gottes Sohn hat sich selbst so bezeichnet, weil er das für uns sein will: Einer auf den ich mich verlassen kann. Einer, dessen Stimme mir hilft, zwischen gefährlichen Verführern und positiven Leitfiguren zu unterscheiden. Dessen Regeln ich gern folge, weil sie mir und anderen helfen. Der Hirte Christus sagt: Bleibt beieinander. Lasst euch nicht spalten. Seid füreinander da in der Not. Teilt, was ihr habt. Sucht den Frieden.

Wir haben unseren Golden Retriever „Itthai“ genannt. Das bedeutet: Gott ist mit mir. (1) Und so erinnert mich Itthai immer wieder an den guten Hirten. Gott verlässt die Seinen nicht, wie auch der Hirte seine Herde nicht im Stich lässt und noch dem letzten verlorenen Schaf nachgeht und es sucht und rettet.

Wenn Sie zu einem Frühlingsspaziergang aufbrechen, fällt Ihnen vielleicht dabei der heutige Hirtensonntag wieder ein. Wo haben Sie sich gut versorgt gefühlt? Haben Sie erlebt, dass auf Sie geachtet wurde? Und hat Sie jemand sicher nach Hause geleitet?

Es bleibt dabei: „Ja, Gott ist bei uns - trotz allem.“ Bleiben Sie zuversichtlich und gelassen.

 

 

(1) Fritz Rienecker, Lexikon zur Bibel, R. Brockhaus Software Edition, R. Brockhaus Verlag Wuppertal 1996.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

 

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