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Kirche in WDR 4 | 17.09.2021 | 08:55 Uhr

Noch eine Woche bis zur Bundestagswahl

Sonntag in einer Woche ist Bundestagswahl. Bei uns in unserem leider sehr armen Stadtteil in Köln-Vingst hatten wir einen Stimmbezirk mit tatsächlich neun Prozent Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl. Das zeigt, dass sich die Menschen von der Wahl nichts mehr erwarten für ihr Leben. Im reichsten Teil von Köln, im Hahnwald, liegt die Wahlbeteiligung immer über 90 Prozent.

Was ist zu tun? Aus meiner Sicht gilt es, die Probleme der Armen und der sogenannten "Kleinen Leute" in den Blick zu nehmen. Warum erwarten sie sich von der Politik nichts mehr? Was sind ihre Sorgen?

Viele Menschen bei uns arbeiten im "Maschinenraum" der Gesellschaft, wie der Ausdruck neuerdings lautet. Sie sind also Krankenschwestern, Paketfahrer, arbeiten im Einzelhandel oder sind Reinigungskräfte.

Das Geld reicht zum Überleben, für Urlaub mit den Kindern aber zum Beispiel nicht. Eine Wohnung in der Stadt zu bezahlbarer Miete zu finden, wird immer schwieriger. Wohnen sie außerhalb, so werden die Fahrkosten immer höher. Auch die Kosten der Heizung steigen im nächsten Winter, wie die Preise für 81 und Gas jetzt schon verraten.

Gerne würden viele dieser fleißigen Menschen im Maschinenraum auch mehr Öko-Produkte kaufen oder Fleisch von glücklichen Tieren. Aber in der Realität bleibt ihnen nichts anderes übrig, als möglichst billig zu kaufen. Auch der Klimawandel ist ihnen bewusst, spätestens nach der Flutkatastrophe. Doch welchen Beitrag sollen sie in ihrer prekären Situation zur Verbesserung leisten? Zumindest kommen sie oft in unsere Kleiderkammer, um sich Second-hand-Kleidung zu holen, besonders für die Kinder, die ja schnell rauswachsen.

Was ist hier die Aufgabe der Politik? Es geht nicht zuvörderst um die Fragen, wer schief lacht, oder wer falsch zitiert hat. Es geht darum anzuerkennen, wer die Leistungsträger der Gesellschaft sind. Eben nicht die, die aus Geld Geld machen. Sondern die, welche die elementare. Versorgung sicherstellen, den Müll entsorgen, die Gebrechlichen pflegen, als Polizist*innen für Ordnung sorgen. Die Kümmerer sind die Leistungsträger*innen. Ein erster guter Schritt war, die Gehälter in der Altenpflege zu erhöhen. Weiter so!

Eine gute Vorlage hat Papst Franziskus mit seiner Enzyklika "Laudato si" geliefert. In diesem Schreiben verbindet er die Fragen der Ökologie und des Klimas mit dem Schicksal der armen Menschen. Denn sie leiden als erste mit, wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen.

Mein, diesmal nicht frommer Wunsch: Gehen Sie bitte zur Wahl und unterstützen die Menschen im Maschinenraum!
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