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Kirche in WDR 4 | 23.03.2022 | 08:55 Uhr

…dass Friede werde

Guten Morgen,

und ich wünsche ihnen, dass es wirklich ein guter Morgen für Sie ist, gerade in dieser Zeit, wo es so viele schlechte Nachrichten gibt. Und immer deutlicher wird, wie groß die Zerstörung ist, die der Krieg in der Ukraine hinterlässt. Ein Krieg mit Ansage, der zigtausende Menschen zu Opfern gemacht hat. Und, das sollte man nicht vergessen, ein Krieg, der viele junge Männer auch zu Tätern gemacht hat. Und das alles für die Großmachtfantasien eines Mannes. Also für nichts!

Himmelschreiendes Unrecht, gegen das ich nur beten kann: HERR, Gott, ERBARME DICH! Himmelschreiendes Unrecht, das bei Gott auf offene Ohren stößt.

In der Bibel lese ich das Gebet eines Menschen, der sich nicht nur als kleines Opfer im Spiel der Mächtigen sieht.


Sprecherin/Sprecher: „Was soll der Aufruhr unter den Völkern? Wozu schmieden sie vergebliche Pläne? Der Herr im Himmel lacht, er spottet nur über sie. Darum nehmt Vernunft an, ihr Könige; lasst euch warnen, ihr Mächtigen der Erde!“ (Gute Nachricht Bibel, Psalm. 2,1.4.10)


Der Beter stellt sich vor, wie Gott über die Großen dieser Welt spottet.

Von Putin heißt es ja, dass er eine große Nähe zur Kirche hat. Ob er mitlachen kann, wenn er dort diesen Psalm hört, von einem Gott, der über die Mächtigen lacht?


Wir sehen immer mehr von den Schäden und der Zerstörung, die dieser Krieg hinterlässt. Doch es geht nicht nur um verwüstete Dörfer und zerstörte Städte, sondern auch um zerstörtes Vertrauen, zwischen Verwandten, Freunden und Nachbarn. Und mit dem Vertrauen schwindet auch die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander. Dabei ist Vertrauen vielleicht die kostbarste Währung, die es gibt.

Es wird lange brauchen, bis das Vertrauen sich wieder erholt. Vielleicht braucht es eine ganze Generation, bis wieder etwas Neues nachwachsen kann.

Aber ich habe Hoffnung! Als sich der erste Weltkrieg zum 100. Mal jährte, habe ich Berichte aus dieser Zeit gelesen, wie verbissen sich Deutschland und Frankreich bekämpft haben. Heute spüre ich davon nichts mehr. Da ist Vertrauen gewachsen. Das gibt mir auch heute Hoffnung.


Und ich denke an das Volk Israel, das von Beginn an immer wieder unter Kriegen gelitten hat.

Aber gerade in den dunkelsten Zeiten Israels hält Gott durch seine Propheten die Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden wach: Für Gott ist Frieden eine Herzensangelegenheit! Beim Propheten Micha heißt es:

Sprecherin/Sprecher: Gott weist mächtige Völker zurecht und schlichtet ihren Streit, bis hin in die fernsten Länder. Dann schmieden sie aus ihren Schwertern Pflugscharen und aus ihren Speerspitzen Winzermesser. Kein Volk wird mehr das andere angreifen und niemand lernt mehr das Kriegshandwerk.“ (Gute Nachricht Bibel, Micha 4,3)


Diese Worte klingen heute wie aus einer anderen Zeit. Doch auch heute sind Pflüge nötiger als Waffen und Versöhnung nötiger als Abschreckung.

Ich glaube, dass Menschen friedlich zusammen-leben können. Nicht überall. Noch nicht. Aber ich kann viel dafür tun, dass Frieden werde auf unserer alten Erde.


Ihr Pastor Heinz-Bernd Meurer aus Velbert.


Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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