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Kirche in WDR 4 | 09.04.2022 | 08:55 Uhr

Türmomente

Guten Morgen,


jeden Tag öffnen oder schließen wir welche, sie gehören zu unserem Alltag dazu: Türen.


So manche Tür durchschreiten ich in meinem Leben. Viele beiläufig, manche bleiben in Erinnerung.


Türen grenzen ab und Türen gehen auf.

Türen laden ein und Türen sperren aus.

Türen gehen auf und Türen gehen zu.


Es gibt Türen, vor denen ich warten muss.

Es gibt Türen, bei denen ich mir die Schuhe vorher gut abtreten muss.

Es gibt auch Türen, durch die ich einfach mal durchgehen muss.


Und so verschieden die Türen sind, vor denen ich stehe

so verschieden sind meine Gefühle,

bevor ich durch sie hindurchgehe.


Wenn ich zurückblicke sind da Türen, die ich

für immer zugeschlagen habe

und welche, die sich doch wieder öffnen ließen.


Es gibt Türen, da kann man machen was man will,

die knarzen und quietschen.


Und dann gibt es Türen, die stehen sperrangelweit auf,

da bin ich jederzeit herzlich willkommen,

da kann reinkommen und erstmal ankommen

und zur Ruhe kommen.


Vielleicht ist es ja so, wenn Jesus sagt: Ich bin die Tür. Das klingt wie eine Einladung. Offen für alle.


Offen für alles.

Er wird niemanden abweisen.

Er wird alle reinlassen. Wird alle willkommen heißen.

Auch die, die keinen Termin hatten.

Auch die, die noch nie da waren.

Und die, die nur mal gucken wollen.

Und die, die schon lange nicht mehr zu Besuch waren.

Und die, die ihre Heimat verloren haben.

Die nicht wissen wohin und um Einlass bitten.


Türen sind immer Versprechen. Wenn wir vor einer Tür stehen, dann wissen wir:

Es gibt etwas dahinter. Es gibt etwas, dass auf uns wartet, auch wenn wir es noch nicht sehen können.


Diese Tür weckt meine Neugierde. Ich will wissen, was hinter ihr zu sehen ist.

Dafür muss ich durch die Tür hindurchgehen. Das scheint nicht schwer.


Kein Preis, den ich für den Eintritt zahlen müsste - kein „Türsteher“, keine Einlasskontrolle.


Nur Jesus, der sagt: „Ich bin´s, komm rein.“


Er weiß: Wer hier ankommt, der hat auch was hinter sich.

Die nächste Woche steht vor der Tür. Die Karwoche. Mit dem morgigen Palmsonntag beginnt sie. Der Name des Sonntags geht auf folgende Szene im Leben Jesu zurück: Jesus zieht durch eine große Tür in Jerusalem ein - genauer durch das Stadttor. Mit Jubel und grünen Palm-Zweigen wird er begrüßt, wie ein König.

Die Türen, durch die Jesus in den darauffolgenden Tagen gehen muss, sehen anders aus. Seine Erlebnisse auch.

Da ist die Tür zum Raum, wo er das letzte Abendmahl mit seinen Freunden feiert. Die Gartentür in Gethsemane, wo er verraten wird. Die Tür zu Pontius Pilatus, wo er verurteilt wird.

Er selbst kennt die Türmomente des Lebens. Von Anfang bis Ende. Aber keine Tür ist ihm versperrt geblieben. Auch die letzte nicht. Die Tür zur Ewigkeit.

Er hat sie für alle geöffnet.


Segen für die Türmomente, die auf Sie warten, wünscht Ihnen

Pfarrerin Anne Wellmann aus Tönisvorst.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze


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