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Sonntagskirche | 16.06.2024 | 08:55 Uhr

Mobil ohne Auto

Schon in meiner Kindheit gab es autofreie Sonntage. Schuld war die Ölkrise. Das Fahrverbot am Sonntag sollte helfen, Sprit zu sparen. Was ich damals nicht wusste: Auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs, in der DDR, haben Menschen auch aufs Auto verzichtet – aber aus anderen Gründen.

In den 1980er Jahren haben sich dort erstmals Christinnen und Christen verabredet, ihre Fahrzeuge am Sonntag stehen zu lassen. Am Anfang waren es Beschäftigte vom kirchlichen Forschungsheim in Wittenberg und von der kirchlichen Umweltbildungsstelle. Sie haben die Aktion „Mobil ohne Auto“ ins Leben gerufen. Und die gibt es immer noch. Jedes Jahr am dritten Sonntag im Juni wird dieser Tag gefeiert – heute!

Was also als christliche Protestaktion angefangen hatte, fand damals in der DDR immer mehr Zuspruch. Besonders kirchliche Jugend- und Umweltgruppen haben sich dem „Mobil ohne Auto“-Tag angeschlossen. Mit der Wende ist die Forderung nach umwelt- und sozialverträglicher Mobilität über die Mauer geschwappt. Heute ist dieser Tag die größte verkehrspolitische Aktion in ganz Deutschland. Auch im Westen beteiligen sich viele Städte mit großen und kleinen klimafreundlichen Projekten.

Der Tag heute hat nach wie vor ein christliches Anliegen. Papst Franziskus hat vor fast zehn Jahren eine Enzyklika geschrieben zum Thema Umwelt, Schöpfung und Ökologie. Angesichts der weltweiten Umweltschäden richtet sich die Enzyklika an alle Menschen, die auf diesem Planeten wohnen.
Papst Franziskus sagt: „Die menschliche Freiheit ist in der Lage, die Technik zu beschränken, sie zu lenken und in den Dienst einer anderen Art des Fortschritts zu stellen, der gesünder, menschlicher, sozialer und ganzheitlicher ist.“

Bestimmt hält der Papst den „Mobil ohne Auto“-Tag für eine gute Idee. Eine gute Idee, um am Sonntag mal auszuprobieren, wie wir unseren Alltag bereichern können, indem wir das Auto stehen lassen. Denn im Auto bin ich in meiner eigenen kleinen Zelle, abgeschottet vom Rest der Welt. Mit dem Fahrrad sehe ich mehr, weil ich langsamer unterwegs bin. An der Ampel komme ich mit Leuten ins Gespräch. Unterwegs sehe ich schöne Häuser und herrliche Blumen, für die ich im Auto keinen Blick übriggehabt hätte. Am Ende komme ich entspannt an. Vielleicht treffen wir uns heute irgendwo – ganz mobil, aber ohne Auto.


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