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Kirche in WDR 5 | 18.11.2013 | 06:55 Uhr

Streben nach Glück

Guten Morgen, liebe Hörer und Hörerinnen,

Die Ampel schon rot, die Reifen quietschen, aber ich bin drüben: Glück gehabt! So eine Szene ist Ihnen sicherlich bekannt. Und das Wörtchen Glück scheint gerade dann Hochkonjunktur zu haben, wenn es so gerade noch klappt. Aber was ist das eigentlich: Glück? In dieser Woche veranstaltet die ARD eine ganze Themenwoche „Zum Glück“.

Darunter scheint jeder von uns etwas anderes zu verstehen: Viele Menschen empfinden es als großes Glück, wenn sie von ihrer Arbeit leben können. Andere sind glücklich, wenn sie ihre Zeit mit einem geliebten Menschen verbringen dürfen. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass viele unter Glück vor allem das verstehen, was sie bei anderen sehen, aber selbst nicht haben; sei es ein dickes Bankkonto, einen Sportwagen oder das Flugticket für eine Weltreise. Das Glück ist dann nur Traum.

Jeder wünscht sich ein glückliches Leben. Glück gehört zu unserem Lebensziel. Aber was können oder müssen wir tun, damit wir glücklich werden im Leben? Manche Menschen sind der Auffassung, dass alles Schicksal, Fügung, Zufall oder ähnliches sei. Demnach haben wir Menschen keinen Einfluss darauf. Auch wenn wir noch so hart daran arbeiten, können wir uns das Glück weder verdienen, noch gar erzwingen. Andere meinen, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Wer nicht glücklich ist, hat es sich selbst zuzuschreiben: Pech gehabt! Jeder hat sein Glück selbst in der Hand. Das Glück scheint dann wie ein Besitz zu sein, den es zu erwerben gilt.

Doch die meisten Menschen – so vermute ich – werden erfahren haben und einsehen, dass materielle Güter nicht zwangsläufig glücklich machen. Die dick gefüllte Geldbörse ist genauso wenig Garantie für das Glück wie die gebuchten Plätze auf dem Kreuzfahrtschiff. Das Glück scheint daher weniger mit äußeren Werten zusammenzuhängen, als vielmehr mit einer inneren Haltung, mit Freude und Zufriedenheit. In dem Märchen, „Hans im Glück“, erhält der junge Mann als Lohn für seine Arbeit einen schweren Goldklumpen, der ihn anfangs glücklich macht, aber dann auch lästig wird. Als Hans sowohl den schweren Goldklumpen, als auch all die anderen Tauschwaren los geworden ist, kommt er zwar ohne Lohn und mit leeren Taschen nach Hause, fühlt sich aber befreit von aller Last und Sorge. Das innere Glück, im Sinne von Gelassenheit, Freiheit und Frieden allerdings ist immer in Gefahr, wenn es in unserem Leben nicht glatt läuft. Wenn es beispielsweise Ärger im Beruf gibt oder der Haussegen schief hängt, dann scheint das Glück auf dem Prüfstand zu stehen. Dann stellt sich für uns die Frage, ob wir nur alles über uns ergehen lassen müssen, oder ob wir nicht doch die Möglichkeit haben, etwas zu unternehmen und zu ändern. Sicher hilft es dann nicht, den Kopf in den Sand zu stecken.

Zunächst ist es grundlegend, sich über die eigenen Wünsche und Erwartungen klar zu werden. Dann müssen wir abwägen, was wir ändern können, und was wir einfach annehmen müssen. Das unterscheiden zu lernen, gehört zur Aufgabe unseres Lebens. Glück ist weder abhängig vom Besitz, noch ein reines Glücksgefühl, sondern wir können es bis zu einem gewissen Grad gestalten. Es kommt nicht selten vor, dass im Alltag etwas schief geht. Wer dann nicht die Hände in den Schoß legt, sondern die Ärmel aufkrempelt, hat die Möglichkeit, es wieder gut zu machen oder neu anzufangen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute „viel Glück!“

Aus Köln verabschiedet sich Eva-Maria Will aus Köln.

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