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Kirche in WDR 5 | 16.06.2014 | 06:55 Uhr

„Zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!“

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer.

Ich bin mir sicher: Auch Sie sind schon mal umgezogen. Vielleicht sogar öfter – das ist heute halt so.

Ich musste schon oft umziehen. Und jede Mal war es furchtbar.

Es geht ja nicht nur um die Möbel und die Einrichtung und darum, dass die auch nicht besser werden durchs ständige Ein- und Auspacken.

Das wirkliche Problem beim Umziehen finde ich, dass ich Liebgewonnenes zurücklassen muss,

dass ich mich von Leuten verabschieden muss, die mir wichtig geworden sind,

dass ich vertraute Orte vielleicht nie mehr wiedersehe.

Mir tut es gut, bei einem solchen Abschied gesagt zu bekommen: Ich denk an Dich!

Und wenn Du Schwierigkeiten hast und nicht zurecht kommst: Ruf einfach an! Ich bin für Dich da!

Zieh einfach los! Ich glaube, Du packst das!

Und Du triffst es sicher gut an, da wo Du hinziehen musst!

Das ist schon gut, diese Zusage: Wenn’s mal irgendwo schwierig wird, da ist jemand im Hintergrund, der zu Dir hält und Dir wenn nötig unter die Arme greift!

„Zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!“

Diese Aufforderung steht in der Bibel. Und zwar ziemlich am Anfang.

Gott selbst sagt das zu Abraham: „Zieh weg aus diesem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde“ (Gen 12,1).

Gott verspricht dem Abraham, ihn zu einem großen Volk zu machen, ihn zu segnen und seinen Namen groß zu machen (vgl. Gen 12,2).

Und wirklich: Abraham macht sich auf den Weg, weg von Ur in Chaldäa, wo er bisher gewohnt hat, hinein ins verheißene Land, nach Kanaan.

Ich stelle mir vor, wie der Auswanderer Abraham sich auch gefragt hat, wie das wohl werden würde im neuen Land.

Wird Gott sein Versprechen erfüllen?

Wird Abraham es gut antreffen in der neuen Heimat?

Und trotz dieser Fragen, trotz der Unsicherheit macht Abraham sich auf den Weg.

Ein bisschen wehmütig vielleicht, aber doch zuversichtlich: dass Gott ihn trägt und bei ihm ist bei seinem Umzug und dann auch in der neuen Umgebung.

„Zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!“

Das ist auch das Motto der Aachener Heiligtumsfahrt, die am kommenden Freitag feierlich eröffnet wird. Alle sieben Jahre findet sie statt und das schon seit Jahrhunderten. Sie ist damit eine der Ältesten unter den katholischen Wallfahrtstraditionen in Deutschland, die bis heute andauern

Auf dieses Mal werden hunderttausende Pilgerinnen und Pilger nach Aachen kommen, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern. Sogar aus Ländern wie Ungarn kommen extra Gruppen.

Und sie machen sich dabei die Haltung des Abraham zu Eigen: nämlich, dass sie immer wieder Neuland betreten dürfen, dass sie sich auf Neues einlassen, Altes und Vertrautes hinter sich lassen dürfen - in der Zuversicht, dass da einer im Hintergrund ist, der an ihrer Seite ist, der sie begleitet und schützt.

Einige sind vielleicht jetzt schon auf dem Weg, andere brechen in den kommenden Tagen auf, zu Fuß oder mit dem Rad, machen sie ich auf den Weg nach Aachen, um am Freitag bei der feierlichen Eröffnung dabei zu sein.

Die neue Woche hat begonnen und vielleicht werden einige von Ihnen sich auf den Weg nach Aachen machen. Aber auch sonst: wo immer Sie in dieser Woche aufbrechen, umziehen, hinreisen mögen: Dass Sie es gut antreffen werden dort, wo Sie ankommen. Das wünscht Ihnen Pfarrer Peter Dückers aus Aachen.

(Copyright Vorschaubild: FuFuWolf CCBY 2.0 flickr)

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