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Das Geistliche Wort | 01.01.2017 | 08:35 Uhr

Hinsehen statt Hellsehen

Wird's besser, wird’s schlimmer

fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer

lebensgefährlich. (1)

Autor: Recht hat er, der Erich Kästner, mit seinem Spruch zum Neuen Jahr. Keiner weiß wirklich, ob das Neue besser wird als das Alte - oder schlimmer. Keiner weiß, welche Überraschungen das Neue bringt, sei es privat oder politisch. Trotzdem immer wieder dieselben Fragen. Aber wie immer bleiben sie ohne Antwort – am Ende nur die sarkastische Auskunft: „Leben ist immer lebensgefährlich“.

Weil die Zukunft ungewiss ist und bleibt, darum stecken manche gerne “ihren Kopf in den Sand“ - wie der Vogel Strauß. Nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ Andere gehen zu Hellsehern und lassen sich die Zukunft vorhersagen. In der Hoffnung, doch ein bisschen mehr Gewissheit in der Hand zu haben, dem Schicksal vielleicht doch noch ein Schnippchen schlagen zu können. „Leben ist immer lebensgefährlich“ – das ist so und macht zugleich Angst. Wie gehe ich am besten mit der Ungewissheit um? Was hilft mir auszuhalten, dass ich nichts Genaues wissen kann, was meine Zukunft betrifft?

Musik 1

Happy New Year – Abba

1. Strophe

No more champagne

And the fireworks are through

Here we are, me and you

Feeling lost and feeling blue

It's the end of the party

And the morning seems so grey

So unlike yesterday

Now's the time for us to say

Refrain:

Happy New Year

Happy New Year

May we all have a vision now and then

Of a world where every neighbour is a friend

Happy New Year

Happy New Year

May we all have our hopes, our will to try

If we don't we might as well lay down and die

You and I

Übersetzung:

Der Sekt ist alle, das Feuerwerk zu Ende.

Nur noch wir beide sind übrig und fühlen uns einsam und traurig.

Die Party ist vorbei, und der Morgen erscheint grau -

ganz anders, als noch gestern.

Deshalb wird's jetzt Zeit, dass wir uns sagen:

Frohes neues Jahr!

Bewahren wir uns die Vision von einer Welt,

in der Nachbarn auch Freunde sind.

Frohes neues Jahr!

Bewahren wir unsere Hoffnung und den Willen, es wenigstens zu versuchen - sonst könnten wir uns gleich hinlegen und sterben...

Autor: Vor kurzem habe ich etwas entdeckt: Ich war im Klinikum der Universität in Bonn. Nicht als Patient, sondern als Besucher einer öffentlichen Veranstaltung, also auch für Nichtmediziner, wie ich einer bin. Es war nicht leicht, mich auf dem großen Gelände mit seinen vielen Gebäuden zu orientieren. Endlich hatte ich es dann gefunden, das „biomedizinische Zentrum“, wo die Veranstaltung stattfinden sollte. Es beherbergt verschiedene Institute für medizinische Forschung und für Arbeiten im Labor. Im großen Hörsaal nahm ich Platz in einer der Stuhlreihen, die nach hinten stufenweise ansteigen. So hat man wie in einem Theater von jedem Platz aus gute Sicht auf das Geschehen vorne. Dort steht ein Podium in einer Art Chorraum, der den Saal abrundet. Oben im Chorraum sind Fenster, durch die helles Tageslicht hereinfällt. Darunter steht in großen schwarzen Buchstaben auf weißer Wand eine Inschrift. Sie lautet:

Sprecherin:

Was ist das Schwerste von allem?

Was dir das Leichteste dünket:

Mit den Augen zu sehen,

was vor den Augen dir liegt.

Musik 2

Happy New Year – Abba

2 Strophe:

Sometimes I see

How the brave new world arrives

And I see how it thrives

In the ashes of our lives

Oh yes, man is a fool

And he thinks he'll be okay

Dragging on, feet of clay

Never knowing he's astray

Keeps on going anyway

Refrain:

Happy New Year

Happy New Year

May we all have a vision now and then

Of a world where every neighbour is a friend

Happy New Year

Happy New Year

May we all have our hopes, our will to try

If we don't we might as well lay down and die

You and I

Übersetzung:

Manchmal sehe ich die schöne neue Welt schon vor der Haustür,

sehe, wie sie aus unserer Asche aufblüht...

Der Mensch ist ein Narr und glaubt doch, er hätte alles im Griff.

Dabei schleppt er sich auf tönernen Füßen weiter,

ohne zu merken, dass alle seine Wege in die Irre führen...

Frohes neues Jahr!

Bewahren wir uns die Vision von einer Welt,

in der Nachbarn auch Freunde sind.

Frohes neues Jahr!

Bewahren wir unsere Hoffnung und den Willen, es wenigstens zu versuchen - sonst könnten wir uns gleich hinlegen und sterben...

Autor: Mit den Augen sehen, was vor den Augen dir liegt.

Hinsehen. Statt Hellsehen. Hinsehen. Genau hinsehen. Erkennen, was jetzt dran ist.

Das gilt für Ärztinnen und Ärzte, die eine Diagnose stellen müssen. Wenn ein Patient zum Arzt kommt, erhofft er sich Klarheit darüber, wie es mit ihm weitergeht. Erkennen, was jetzt dran ist. Das gilt für mich, der ich am Beginn des neuen Jahres stehe und frage: Was wird – aus mir? Meiner Familie? Der Welt? Und auch ich erhoffe mir Klarheit. Klarheit darüber, wie ich meine ersten Schritte ins neue Jahr setzen kann. Dazu könnte ich jetzt andere befragen. Oder ich lasse mich von dem Spruch aus dem Hörsaal leiten. Was für Ärztinnen und Ärzte als Leitspruch gut ist, könnte ja auch für mich gut sein. Dieser Spruch wirft mich erst einmal auf mich selbst zurück:

Sprecherin:

Was ist das Schwerste von allem?

Was dir das Leichteste dünket:

Mit den Augen zu sehen,

was vor den Augen dir liegt.

Autor: Ausgerechnet im „biomedizinischen Zentrum“ einer Universitätsklinik, wo mit modernsten Apparaten und mit neuester Technik gearbeitet wird, ausgerechnet da finde ich diesen Spruch. Offenbar ist er ziemlich alt, auch wenn kein Verfasser genannt wird; denn wer sagt heute noch „dünken“, wenn „scheinen“ gemeint ist? Also: „Was dir das Leichteste zu sein scheint“. Anscheinend ein Spruch von irgendeinem berühmten Dichter. Denn wer sonst spricht schon so perfekt im klassischen Versmaß. Wahrscheinlich Goethe oder Schiller, denke ich. Und erfahre später: Beides ist richtig. Der Spruch ist nämlich eine der vielen sogenannten „Xenien“, die Goethe und Schiller gemeinsam verfasst haben: als Ausdruck ihrer Freundschaft.

„Xenie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gastgeschenk“. Schön und gut, aber ist ein solches poetisches Gastgeschenk am Ort medizinischer Wissenschaft heute überhaupt angebracht? Was wird den angehenden Ärztinnen und Ärzten und anderen Hörsaalbesuchern damit sozusagen ins Stammbuch geschrieben?

Und: Wieso kann denn etwas „das Schwerste von allem“ sein, was sich doch einfach von selbst versteht, nämlich „mit den Augen zu sehen, was vor den Augen liegt“? Das ist doch in der Tat kinderleicht. Was sollte man denn sonst sehen als das, was man gerade vor Augen hat?

Eckart von Hirschhausen, Kabarettist und Arzt meint dazu:

Sprecher: Menschen sehen gerne, was sie sehen wollen. … Unsere Wahrnehmung ist nie besonders wahr, sondern immer ein Produkt dessen, was wir sehen wollen und was wir an Mustern schon kennen.

Autor: Ja, denke ich, so betrachtet ist es tatsächlich kein Kinderspiel, sondern eine Kunst, mit den Augen zu sehen, was vor den Augen dir liegt, eine Kunst für geschulte und erfahrene Augen.

Musik 3:

Heal the World – Michael Jackson

There's A Place In

Your Heart

And I Know That It Is Love

And This Place Could

Be Much

Brighter Than Tomorrow

And If You Really Try

You'll Find There's No Need

To Cry

In This Place You'll Feel

There's No Hurt Or Sorrow

There Are Ways

To Get There

If You Care Enough

For The Living

Make A Little Space

Make A Better Place...

Heal The World

Make It A Better Place

For You And For Me

And The Entire Human Race

There Are People Dying

If You Care Enough

For The Living

Make A Better Place

For You And For Me

Übersetzung: Da ist ein Platz in deinem Herzen

Und ich weiß dass es Liebe ist

Und dieser Platz könnte

viel heller sein als morgen.

Und wenn du es wirklich versuchst

Dann wirst du herausfinden, dass du nicht weinen musst

An diesem Ort fühlst du

keinen Schmerz und keine Traurigkeit

Es führen viele Wege dorthin

Wenn du etwas für das Leben übrig hast

Dann mach einen kleinen Raum daraus, einen besseren Ort.

Heile die Welt

Mach daraus einen besseren Ort

Für dich und für mich, und die ganze menschliche Rasse

Es sterben Leute

Wenn du etwas für das Leben übrig hast

Mach einen besseren Ort daraus

Für dich und mich

Sprecherin: Was ist das Schwerste von allem?

Was dir das Leichteste dünket:

Mit den Augen zu sehen,

was vor den Augen dir liegt.

Autor: Einer, der sich für diesen Spruch im neuen medizinischen Hörsaal in Bonn stark gemacht hat, ist Andreas Hirner, emeritierter Professor für Chirurgie an der Bonner Universität. (3) Ihm geht es darum, dass die Menschlichkeit in der ärztlichen Kunst erhalten bleibt. Zum Beispiel in der Visite, und das heißt ja: “mit den Augen“, also in der unmittelbaren persönlichen Begegnung des Arztes mit seinem Patienten. Da ist der Arzt in seiner ganzen Kunst gefordert, mit seinen Augen zu sehen, was vor Augen ihm liegt, nämlich dieser besondere Mensch, den er jetzt von seinem Leiden befreien soll. Das nennt man „klinische Diagnostik“. Und damit ein Arzt nicht unbewusst auf das hereinfällt, was er sehen möchte, weil er es zu sehen erwartet, unterstützt ihn bei seiner Arbeit auch die moderne „apparative Diagnostik“ – Röntgen, Computertomographie und vieles mehr. Diese Apparate bestätigen seine Ansicht oder korrigieren sie, besser noch: Sie erweitern seine Sicht, damit der Visite die richtige Behandlung folgen kann. Und der Patient – der hat bei allem eigentlich nur einen Wunsch für die Zukunft: Gesundheit. Denn: Alle Wünsche werden klein gegen den, gesund zu sein.

Musik 4 :

Heal the World

If You Want To Know Why

There's A Love That

Cannot Lie

Love Is Strong

It Only Cares For

Joyful Giving

If We Try

We Shall See

In This Bliss

We Cannot Feel

Fear Or Dread

We Stop Existing And

Start Living

Then It Feels That Always

Love's Enough For

Us Growing

So Make A Better World

Make A Better World...

Heal The World

Make It A Better Place

For You And For Me

And The Entire Human Race

There Are People Dying

If You Care Enough

For The Living

Make A Better Place

For You And For Me

Übersetzung:

Wenn du wissen willst warum

es eine Liebe gibt, die nicht lügen kann

Liebe ist stark

Sie ist nur dort, wo mit Freuden gegeben wird

Wenn wir es versuchen, dann werden wir sehen

in dieser Glückseligkeit können wir

keine Angst und keine Bedrohung fühlen

Wir hören auf zu existieren und fangen an zu leben

Dann scheint es, dass

immer genug Liebe da ist, um uns daran wachsen zu lassen

Mach eine bessere Welt daraus, eine bessere Welt

Heile die Welt

Mach einen besseren Ort daraus

Für dich und für mich und die ganze menschliche Rasse

Es sterben Leute

Wenn du etwas für das Leben übrig hast

Dann mach einen besseren Ort

Für dich und mich daraus

Autor: Wie gerne wüsste ich, ob ich im nächsten Jahr gesund bleibe. Und wer krank ist, wünscht sich mit ganzer Kraft, wieder gesund zu werden. Wie diese beiden, denen Jesus einmal begegnet:

Sprecherin: Und als Jesus … weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er aber ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich das tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, Herr. Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet.

Autor: Was hier erzählt wird, hat mit ärztlicher Visite heute, hat mit klinischer Untersuchung und Behandlung nicht viel zu tun. Die Blinden sind blind, das steht fest, und was sie wollen, ist auch klar. Sie kriegen schließlich, was sie wollen: Und ihre Augen wurden geöffnet. Im Mittelpunkt aber steht hier nicht ihre Heilung, sondern ihr Glaube. Jesus fragt: Glaubt ihr, dass ich das tun kann? Und erst nachdem sie die Frage nach seinem Können mit Ja beantwortet haben, heilt Jesus sie, indem er ihre Augen berührt und spricht: Euch geschehe nach eurem Glauben! Ohne den Glauben, ohne dieses Vertrauen kann Jesus offenbar nichts tun. Jesus bringt den Glauben ins Spiel und erst dann heilt er mit seinen Händen – ein Wunder ist geschehen. Ich kann es nicht erklären, versuche aber zu verstehen. Eckart von Hirschhausen schreibt in seinem Buch mit dem Titel: „Wunder wirken Wunder“:

Sprecher:

Menschen wollen berührt werden, und nichts lässt so schnell einen Draht entstehen wie respektvoller körperlicher Kontakt. Die physische Untersuchung war lange Zeit der Kern der ärztlichen Kunst, Patienten mussten sich ausziehen, hinlegen, vorbeugen, husten und schlucken, während die Hände des Heilkundigen auf ihnen lagen und Informationen sammelten und gaben. Die wichtigste Information: Bei mir bist du in guten Händen.

Autor: Vertrauen – das ist ein gutes Thema nicht nur für Ärzte und ihre Patienten, sondern für alle, die sich am Beginn des Neuen Jahres ein gutes Leben wünschen. Sie alle wissen mit Erich Kästner: „Leben ist immer lebensgefährlich“. Das ist eine Tatsache. Dies allein schon kann einem Angst machen, so dass man am liebsten nicht mehr hinsehen möchte und sagen: „Ich kann das nicht mehr ansehen. Es wird mir einfach zuviel.“

Zugleich aber wird einem nicht nur bewusst, wie zerbrechlich, sondern auch wie kostbar dieses Leben ist und wie sehr man darauf angewiesen ist zu vertrauen, in „guten Händen“ zu sein. Das allerdings ist immer auch eine Glaubenssache. „Glaubt ihr, dass ich das tun kann?“, fragt Jesus. Ohne Antwort auf diese Frage hört kein Mensch das befreiende Wort: „Euch geschehe nach eurem Glauben!“ Doch genau auf den Glauben kommt es an.

Ja, die Zukunft ist und bleibt ungewiss. Ungewiss auch, ob Wünsche sich erfüllen.

Aber das alles kann ich ertragen. Wenn ich glaube, wenn ich Gott vertraue. So ein Glaube ist nicht zu verwechseln mit Wunschdenken oder Wahrsagerei; denn dieser Glaube führt nicht dazu, dass ich vor der Wirklichkeit die Augen verschließe. Ich schaue hin. Auch da, wo es mir schwer fällt hinzusehen. Im Vertrauen darauf, dass meine Diagnose des Jetzt und Hier mir hilft, die Zukunft gut zu gestalten. Hinsehen, mich nicht in die Irre führen lassen durch das, was ich schon meine zu wissen. Offen bleiben für das, was vielleicht überraschend neu oder ungewohnt ist und sich in mein Blickfeld drängt. Widersprüche und Ungewissheit aushalten. Und ins Neue Jahr gehen im Vertrauen darauf, dass Gott mich begleitet. Leicht ist das nicht. Vielversprechend allemal. Und auf jeden Fall günstiger als teure Horoskope.

Sprecherin:

Was ist das Schwerste von allem?

Was dir das Leichteste dünket:

Mit den Augen zu sehen,

was vor den Augen dir liegt.

Autor: Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr.

Ich bin Henning Theurich von der evangelischen Kirche in Bonn.

Musik 4

Happy New Year – Abba

Seems to me now

That the dreams we had before

Are all dead, nothing more

Than confetti on the floor

It's the end of a decade

In another ten years' time

Who can say what we'll find

What lies waiting down the line

In the end of eighty-nine

Happy New Year

Happy New Year

May we all have a vision now and then

Of a world where every neighbour is a friend

Happy New Year

Happy New Year

May we all have our hopes, our will to try

If we don't we might as well lay down and die

You and I

Es scheint, als ob all die Träume, die wir hatten, gestorben sind - wie Konfetti, das auf dem Boden liegt.

Eine Dekade geht zu Ende.

Wer weiß schon, was in zehn Jahren sein wird?

Was erwartet uns am Ende des Jahres 1989?

Frohes neues Jahr!

Bewahren wir unsere Vision, unsere Hoffnung, unseren Willen, es wenigstens zu versuchen - sonst könnten wir uns gleich hinlegen und sterben...

Anmerkungen

(1) Das Erich Kästner Lesebuch, Diogenes Verlag AG, Zürich, 1978, S.265.

(2) Eckart von Hirschhausen, Wunder wirken Wunder. Wie Medizin und Magie uns heilen, Hamburg (Rowohlt) 2016, S. 178. 251.

(3) Prof. Dr. med. Andreas Hirner in einer e-mail an den Autor, 7.11.2016

(4) Matthäus, 9, 27–30.

(5) Eckart von Hirschhausen, aaO., S. 395f.

Das Geistliche Wort – WDR 5, 01.01.2017 Theurich

Sprechertexte – Mann und Frau

Sprecher Eckart von Hirschhausen: (männlich) Menschen sehen gerne, was sie sehen wollen. … Unsere Wahrnehmung ist nie besonders wahr, sondern immer ein Produkt dessen, was wir sehen wollen und was wir an Mustern schon kennen (2).

Sprecher Eckart von Hirschhausen: (männlich)

Menschen wollen berührt werden, und nichts lässt so schnell einen Draht entstehen wie respektvoller körperlicher Kontakt. Die physische Untersuchung war lange Zeit der Kern der ärztlichen Kunst, Patienten mussten sich ausziehen, hinlegen, vorbeugen, husten und schlucken, während die Hände des Heilkundigen auf ihnen lagen und Informationen sammelten und gaben. Die wichtigste Information: Bei mir bist du in guten Händen (5).

Sprecherin: (weiblich) Überschrift und Namen des Dichters mitlesen)

Zum Neuen Jahr.

Von Erich Kästner.

Wird's besser, wird’s schlimmer

fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer

lebensgefährlich. (1)

Sprecherin: (weiblich)

Was ist das Schwerste von allem?

Was dir das Leichteste dünket:

Mit den Augen zu sehen,

was vor den Augen dir liegt.

Sprecherin: (weiblich)

Und als Jesus … weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er aber ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich das tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Ja, Herr. Da berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet (4).

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