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Kirche in WDR 2 | 15.07.2019 | 05:55 Uhr

Alles hat seine Zeit

In der Sonne sitzen, Eis essen, lange aufbleiben, weil es noch viel zu warm ist, zum Schlafen.

Kinder, die quietschvergnügt durch den Garten tollen. Ein volles Planschbecken, indem man die Füße kühlen kann.

Grillen, in den Urlaub fahren, eine neue Sonnenbrille kaufen, der Geruch von Sonnencreme, die ersten Glühwürmchen, glitzernde Wiesen im Morgentau der aufgehenden Sonne.

Ein Eis mit den drei Lieblingssorten, flatternde Haare, die sich im Fahrtwind nach oben drehen.

Alle diese Dinge haben ihre Zeit, brauchen ihre Zeit, besonders im Sommer.

Der Sommer und die Sommerferien sind besondere Zeiten.

Unwiederholbare, einmalige Zeit, auf die man in den kommenden kalten Wintermonaten zurückschaut und sagt: „Weißt du noch diesen Sommer?“

Der Sommer, irgendwie ist er doch herausgefallen aus der Zeit, mit seinen eigenen Stunden, mit Tagen, die sich voller, länger und ein wenig nach Ewigkeit anfühlen.

Aber was mache ich mit der traurigen, trostlosen Zeit, die auch im Sommer oder im Sommerurlaub meine Stunden und Tage bestimmen kann?

Traurigkeiten, Streit, schlechtes Wetter, krank werden, Vermissen … all das hört ja nicht auf, nur weil es Sommer ist.

Im Buch des Predigers bringt es der Schreiber gut auf den Punkt. Er sagt: „Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit.“

Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Umarmen und Loslassen, Schweigen und Reden – all das hat seine Zeit, egal zu welcher Zeit des Jahres.

Und der Prediger geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt: „Gott legt diese Zeiten und alles, was darin geschieht, fest.“

Das ist jedoch nicht der Moment, in dem Sie und ich in Verzweiflung geraten sollen, weil wir nichts mehr bestimmen können. Wir sind Gottes Zeit nicht ausgeliefert. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Der Prediger sagt: Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott all diese Zeiten festgesetzt hat. Es ist gut, dass es keinen Moment in unserem Leben gibt, indem wir aus der Zeit Gottes herausfallen. Es gibt keine Zeit, in der Gott sich herauszieht, uns sich selbst überlässt. Gott ist da, auch in den schweren Zeiten. In den zähen, langen Stunden. Auf den Durststrecken, die nicht enden wollen.

Und es gibt für mich Momente, die ich festhalten will. Ich wünsch mir, dass sie nicht endet, diese geschenkte, wundervolle Zeit, in der alles stimmt und gut ist.

Und trotz meiner Fragen und Wünsche zu Gottes Zeit: Ich möchte nicht ohne sie sein. Und hoffe, dass er mir noch ganz viel davon schenkt.

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