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Kirche in WDR 2 | 04.09.2020 | 05:55 Uhr

Quarantäne

Das ist jetzt fast ein halbes Jahr her, da ging NRW in den Lockdown. Am 16. März mussten wir auf Abstand gehen.

Quarantäne: Dieses Wort kennt wohl inzwischen Jede und Jeder.

Viele haben auch schon mitbekommen, dass das Wort von der Zahl vierzig herkommt, quaranta im Italienischen, quarante im Französischen. Es ging damals um Isolation von 40 Tagen in Zeiten der Pest. Die Menschen wussten zwar früher nicht wie die Pest übertragen wird, hatten aber die Erfahrung gemacht, dass es günstig ist Abstand zu halten, um nicht angesteckt zu werden. Also dachten sie, dass vierzig Tage Abstand von Pestkranken eine gute Zeit sei.

Zum ersten Mal soll es 1377 eine Quarantäne in Ragusa, heute Dubrovnik, gegeben haben. Segelschiffe, die aus Asien kamen, sollten vor einer Insel ankern, bis sie in den Hafen einlaufen durften. Zuerst waren das dreißig Tage, dann vierzig. Vorsicht durch Abstand, so wie heute! 

Warum wurde dann die Zahl vierzig gewählt? Wohl wegen der Bibel.

Vierzig ist in der Bibel die Zahl des Wartens. Die Sintflut dauert vierzig Tage. Dann sank das Wasser und die Arche Noah setzte auf sicherem Land auf. Vierzig Jahre lang wanderte das Volk Israel durch die Wüste, bis es das gelobte Land erreichte. Mose blieb vierzig Tage auf dem Berg Sinai, bis er die zehn Gebote von Gott erhielt.

Jona sollte die Stadt Ninive warnen und gab der Stadt eine Frist von vierzig Tagen. Der Prophet Elija wanderte vierzig Tage und Nächte zum Berg Horeb.

Schließlich Jesus selbst. Er lebte vierzig Tage lang in der Wüste. Der Teufel bedrängte ihn dort. Er verspricht ihm die Reiche der Erde, wenn er ihm dient und einiges mehr. Aber Jesus bleibt seinem Vatergott treu.

Wie wichtig der Abstand war, zeigen in der Bibel die Menschen mit Aussatz, denen Jesus hilft. Die Aussätzigen müssen Abstand halten und dürfen nur aus der Ferne rufen um Jesus auf sich aufmerksam zu machen.

Als Jesus einen heilt, schickt er ihn danach sozusagen zum Corona-Test. Er soll sich den Priestern zeigen um zu bestätigen, dass er gesund ist. Damals gab es noch keine Krankenhäuser und die Priester erledigten diese Aufgaben. Als Jesus einmal 10 Menschen mit Lepra, wie Aussatz heute heißt, auf einmal heilt, kommt nur einer zurück um sich zu bedanken; ein Samaritaner, also damals ein Ausländer. Jesus sagt zu ihm: “Dein Glaube hat dir geholfen!“

Für mich ist das eine Aufforderung, dankbar zu sein. Den Ärztinnen und Ärzten, den Krankenschwestern und Pflegern. Denn sie machen ja das, was Jesus damals getan hat: sich um die Kranken kümmern. Wenn auch heute die Quarantäne nicht vierzig Tage dauert, sondern nur zwei Wochen.

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