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Kirche in WDR 4 | 21.07.2020 | 08:55 Uhr

Nachrichten

Früher sind dort Tauben ein- und ausflogen, heute kann man da essen gehen...

Ich bin schon oft an dem Gebäude hier in Aachen vorbeigegangen und habe auch die abgebildete Taube gesehen, aber neulich erst die Inschrift an der Hausfassade gelesen. Da steht:

„Paul Julius Reuter – 1816 –1899, Gründer der Nachrichtenagentur Reuter, ließ im Jahre 1850 durch Brieftauben auf das Dach dieses Hauses Nachrichten aus Brüssel tragen. Damit begann er sein Lebenswerk im Dienste des Nachrichtenverkehrs der Welt.“

Tja, und eben dieser Paul Reuter ist heute vor 204 Jahren geboren. Wobei, so ganz richtig ist das nicht, denn geboren wurde er als Israel Beer Josaphat, konvertierte aber später zum christlichem Glauben, ließ sich taufen und nahm den Namen Paul Julius Reuter an.

Heute ist der Name Reuter ja vor allem bekannt durch die Nachrichten-Agentur Reuters.

Und die nahm tatsächlich vor 170 Jahren in Aachen, in der Pontstraße, ihren Anfang. Reuter sorgte damals dafür, dass Brieftauben Nachrichten zwischen Brüssel und Aachen transportierten. Auf dieser Strecke wurden die Nachrichten sonst nur per Postkutsche überbracht, aber das dauerte viel zu lange. Die ersehnten Börsennews aus Paris konnten, dank der Brieftauben, nun viel schneller nach Aachen gelangen.

Bald schon wurden die Brieftauben durch die Telegrafie ersetzt und Reuter ging die Entwicklung mit. In vielen Städten der Welt setzte er einen Korrespondenten ein, und so entstand nach und nach die weltumspannende Nachrichten Agentur Reuters.

Und heute? Nachrichten erreichen uns über ganz unterschiedliche Wege. Weniger Tauben, dafür mehr Internet, Social-media-Kanäle, Fernsehen, Zeitung und – ja auch Radio. Alles das bringt Nachrichten zu den Menschen – oftmals in die entlegensten Regionen unserer Erde. Und das betrifft auch unsere Arbeit als katholisches Hilfswerk. Drei Beispiele:

Im strukturschwachen Nordosten Ugandas sendet das katholische „Radio Pacis 24“ Stunden lang, und das in den fünf regionalen Sprachen. Das Programm ist bunt und reicht von Tipps zur Gesundheitsvorsorge, allgemeinen Nachrichten bis hin zu Informationen zu Erziehung und Kinderrechten.

Im bolivianischen Hinterland, in 2600 Meter Höhe, ist der Radiosender „Ayopaya“ das einzige Informationsmedium für die Menschen, denn Zeitung und Internet gibt es hier nicht.

Und im „Club Infantil“ in Nicaragua produzieren Mädchen und Jungen wöchentlich sogar eine Kindersendung, und mit diesem eigenen Radioprogramm erreichen sie wiederum andere Kinder und Erwachsene. 

Eine Nachricht in die Welt zu bringen: Das war damals auch der Antrieb von Paul Reuter. Irgendwie gilt das auch für das Christentum, denn von Anfang an sollte die gute Nachricht - so heißt das Wort „Evangelium“ ja übersetzt ins Deutsche – in die Welt gebracht werden.

Zugegeben: Nicht immer gelang und gelingt es den Christen, gute Nachrichten zu machen. Kirche macht leider allzu oft Negativ-Schlagzeilen. Das ist mir klar und ich ärgere mich darüber.

Umso wichtiger ist mir dann die Arbeit mit unseren Projektpartnern weltweit – als eine Art Gute-Nachrichten-Agentur.

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