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Kirche in WDR 5 | 13.04.2020 | 06:55 Uhr

Immer an Deiner Seite

Auf dem Küchentisch liegt eine Karte. Eine Oster-Grußkarte. Von einem guten und lieben Freund, der mir zeigen will: Ich denke an Dich. Ich wünsche Dir alles Gute. Bleib gesund. Ich gebe zu: Ich bin immer etwas peinlich berührt, wenn ich den Briefkasten aufmache und darin dann einen solchen schönen Gruß finde. Denn da hat sich ja offenbar jemand die Mühe gemacht, eine schöne Karte gesucht - und auch gefunden. Er oder sie hat auch noch ein paar wohltuende Worte gefunden. „Berührt“ bin ich schließlich und vor allem aber deshalb, weil ich selbst so gar nicht gerne Karten schreibe. Im Gegenteil. Zumindest war das lange Zeit so. Und das lag unter anderem daran, weil ich im Schreibwarenladen immer ziemlich ratlos vor dieser völlig unübersichtlichen Auswahl an Motiven gestanden habe. Wobei … was heißt „unübersichtlich“? Die Blumenbilder waren mir häufig zu aussagelos. Die Schrift nicht selten zu kitschig. Und vom Inhalt mal ganz zu schweigen. Irgendwie fand ich mich in diesen Karten nie wieder. Den Anlass, für den sie bestimmt war, auch nicht. Und von der Person, die sie bekommen sollte, möchte ich gar nicht reden… Das passte einfach nicht. Nie!

Wie gesagt: Karten schreiben war lange nicht mein Ding. Meine Freunde würden jetzt sagen: „Mein Lieber – das ist es bis heute nicht!“ Auf eine Art haben sie damit sogar Recht. Denn wenn es einmal Post von mir gibt, dann bekommen sie immer dieselbe Karte. Zumindest immer mit demselben Motiv. Ziemlich einfallslos, nicht wahr? Aber eigentlich soll es gar nicht einfallslos sein. Denn wissen Sie: Auf dieser Karte sind zwei Männer zu sehen, die unterwegs sind. Wohin, ist nicht zu erkennen. Gesichter sieht man auch nicht. Aber neben diesen beiden Männern lässt sich noch schemenhaft, schattenartig eine dritte Person ausmachen. Bei oberflächlicher Betrachtung fällt die gar nicht auf. Man ist vielleicht eher irritiert, warum hier etwas Graues, Verschwommenes im Bild ist.

Abgebildet sind jedenfalls die beiden Jünger, die sich auf den Weg nach Emmaus machen. Und auf diesem Weg werden sie von einer Person begleitet, die sie nicht erkennen. Erst später am Abend begreifen die beiden dann, dass die ganze Zeit, den ganzen langen Weg Jesus selbst mit ihnen gegangen ist. Ihnen erklärt hat, was sie da in den vergangenen Tagen erlebt haben. Und warum das so passieren musste. Für mich ist das ein wunderbares Bild für mein Leben: Weil ich da ganz oft unterwegs bin und begleitet werde – aber gar nicht sehe, dass mir Gott zur Seite gestanden hat. Dass der an meiner Seite ist. Nur eben manchmal in einer Gestalt, die ich nicht sofort erkenne.

Und weil mir das so wichtig ist und mir so viel Mut und  Zuversicht gibt, gehört das für mich eben auch zu jedem Gruß dazu, den ich verschicke: Dieser Wunsch, dass Jesus mitgeht. Das Leben begleitet. Bei der Taufe oder der Hochzeit, am Geburtstag oder bei der Beerdigung, zu Weihnachten oder zu Ostern. Ich wünsche, dass Jesus dabei ist. Erklärend und erläuternd, begleitend und bestärkend, beschützend und behütend.

Dass auch Sie solch eine Begleitung erfahren – an diesem Ostermontag und an allen Tagen ihres Lebens – das wünscht Ihnen Ihr Diakon Claudius Rosenthal aus Altenwenden.

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