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Kirche in WDR 2 | 15.11.2019 | 05:55 Uhr

Welttag der Armen

Übermorgen ist der Welttag der Armen. Zwei Tage später, am Dienstag, das Fest der Heiligen Elisabeth, nach der unsere Kirche hier in Köln-Höhenberg benannt ist. Elisabeth formuliert ihr Lebensmotto vor 800 Jahren kurz und knapp; "In den Armen finde ich Gott". Als Landgräfin von Thüringen könnte sie sich von morgens bis abends bedienen lassen. Aber sie zieht es vor, den Armen zu dienen. Woher nimmt sie die Kraft? Wohl auch aus ihrer Ehe. Sie hat einen tollen Mann und erfährt tiefe Liebe. Anders als heutzutage heiratet sie schon mit dreizehn Jahren und bekommt mit 15 Jahren ihr erstes Kind, später noch zwei. Sie erlebt, was damals selten war: einen Mann, der sie von Herzen liebt und unterstützt. Im Hungerjahr 1224 öffnet die Sechzehnjährige die Kornspeicher des Landes für die Armen. Von den Armen, erfährt sie Dankbarkeit, von den Herrschenden Kritik.

Die Legende erzählt, dass besonders Landgraf Ludwig sauer war, dass sie ihr Vermögen an die Hungernden verschleudere. Als sie mal Brot verteilt, reißt er das Tuch weg, das den Brotkorb bedeckt. Und dann ein Wunder:  Im Korb sind nicht Brote, sondern Rosen. Das berühmte Rosenwunder. „Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht“ -  vielleicht kennen Sie das Lied.

Nun besitzen wohl die meisten von uns kein großes Vermögen wie Elisabeth, das wir an die Armen verschenken könnten. Was können wir tun? Nach dem Motto: Auch Kleinvieh macht Mist.

Im Erzbistum Köln macht der Caritasverband zum Welttag der Armen die Aktion "Den Durchblick behalten."  Es geht darum, dass die Krankenkassen Brillen für Erwachsene nicht bezahlen. Für Kinder gibt es die Gläser noch, Gestelle dann bei manchem Optiker zum Nulltarif. Mit einer Postkartenaktion wenden sich nun viele Menschen an den Gesundheitsminister, Jens Spahn, und fordern kostenlose Brillen für alle.

Auf der Karte steht „Besonders Menschen mit wenig Einkommen schauen richtig dumm aus der Wäsche. Wer nicht gut sieht, ist abgehängt, allein, ohne Durchblick.“ „Wer keine Brille hat, lebt nicht nur gefährlich, sondern hat auch große Probleme im Beruf, im Alltag und im gesellschaftlichen Leben.“

Das ist sicher keine Riesenaktion, die die Welt verändert. Aber wie gesagt: Kleinvieh macht Mist. Ich wünschen Ihnen herzlich, dass Sie den Durchblick bewahren – nicht nur per Brille.

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