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Kirche in WDR 3 | 02.09.2019 | 07:50 Uhr

Tafeln - Essen wo es hingehört

 

Von den „Sieben Todsünden“ haben Sie vielleicht schon einmal gehört, liebe Hörerinnen und Hörer. Aber kennen Sie die „Sieben Werke der Barmherzigkeit“? Sie gehen direkt zurück auf Worte von Jesus. Und sie sind für mich so etwas wie die perfekte Kurzanleitung für ein christliches Leben. Davon möchte ich in dieser Woche erzählen. Und Sie werden sich wundern: Ich werde von den Werken der Barmherzigkeit erzählen, ganz konkret – und meist mit handfestem wie unfrommen Hintergrund.

Ein Beispiel? Schon seit mehr als 20 Jahren engagieren sich hierzulande Ehrenamtliche dafür, dass auch Bedürftige zu essen bekommen. Das Kennen Sie bestimmt von Bahnhöfen oder haben von ihnen schon in den Medien gehört: die Tafeln. Inzwischen gibt es schon über 3000 Tafel-Läden und Ausgabestellen in ganz Deutschland. Weltanschaulich gemischt sind die zahlreichen Gruppen der Helferinnen und Helfer in Nordrhein-Westfalen zusammengesetzt. Sie knüpfen an eine Tradition an, die schon das Neue Testament in Erinnerung ruft und die als Einladung Jesu im Matthäus-Evangelium knapp so klingt: Hungrige speisen und Durstigen zu trinken geben!“

Am Anfang der Tafel-Bewegung taten sich 1993 in Berlin einige Frauen zusammen, die sich von der New Yorker Initiative „City Harvest“ inspiriert fühlten.

Warum nicht in Berlin kopieren, was in einer anderen Weltstadt bestens funktioniert, dachte sich die Berliner Ärztin Dr. Ursula Kretzer-Mossner, die mit ihrem christlichen Hintergrund das amerikanische Projekt in Deutschland einwurzelte. Heutzutage engagieren sich bei der „Tafel“ fast 60.000 Freiwillige, die meisten von ihnen weit über 20 Stunden im Monat. Die Reichweite dieses Angebotes ist erstaunlich: 1,5 Millionen Menschen erreicht die „Tafel“ regelmäßig.

Die Rückmeldungen zu den Angeboten der „Tafel“-Läden sind fast immer positiv: In einer Reportage erklärt eine Mutter erleichtert: „Ich bin froh, dass das hier nicht Behörden machen. Denn da fühle ich mich immer als ungebetener Gast. Hier wird man von einer Vanessa bedient und hat das Gefühl: Ich bin willkommen.“ Und ein älterer Ehrenamtler ergänzt: „Ich muss hier mal eingreifen. Hier ist jeder willkommen, Jüdin, Moslem oder wir haben auch Christliche. Wir haben auch Leute, die gar nicht in der Kirche sind. Wir sind einfach hier. Wir bemühen uns, christlich zu handeln. Das ist unser Auftrag hier.“

Natürlich muss unser Staat dafür sorgen, dass für alle Menschen eine Mindestversorgung garantiert ist und keiner die „Tafel“ benötigt, um finanziell über die Runden zu kommen. Aber die Realitäten in unserem Land sehen anders aus. Und daher ist der Einsatz der Lebensmittelverteiler und auch der Spender für Tafeln für mich eine eigentlich einfache wie zu Herzen gehende Art, die biblische Weisung zu leben: Die Hungrigen speisen und den Durstigen zu trinken geben!



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