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Kirche in WDR 3 | 13.02. 2019 | 07:50 Uhr

Das Buch der Bücher

Guten Morgen! Was ist das für ein Buch, das eigentlich gar kein Buch, sondern eine Sammlung von Büchern ist, eine ganze Bibliothek in zwei Abteilungen: 39 Bände in der einen, 27 in der anderen?

Was ist das für ein Buch, das zwischen der ersten und der letzten Seite Geschichten vom Leben erzählt und auch Geschichten vom Sterben, vom Suchen und Finden, von Liebe und Leid?

Was ist das für ein Buch, das in einem Zeitraum von mehr als 1000 Jahren entstanden ist und an dem unzählige Autoren mitgeschrieben haben: bekannte und unbekannte, zweifelnde und glaubensgewisse, Realisten und Träumer?

Was für ein Buch, das selbst Geschichte geschrieben hat wie kein anderes. Und aus dem in jedem Gottesdienst gelesen wird, bei jeder Taufe, bei jeder Hochzeit, bei jeder Trauerfeier.

Was für ein Buch, das mit jenem Anfang beginnt, als Gott Himmel und Erde erschafft und das von einem Ende weiß, an dem keine Nacht, kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr sein wird.

Es gilt als Bestseller der Weltliteratur und ist in nahezu alle Sprachen der Welt übersetzt. Man kann es kaufen: mit Goldschnitt und als Jeans-Edition, in Blindenschrift und als Kinderbuch, in Großdruck und als kleine Senfkornversion.

Was für ein Buch, das in den ärmeren Erdteilen heute immer mehr, in den reicheren dagegen immer weniger gelesen wird, und hierzulande eher von Frauen als von Männern, eher von Kindern als von Erwachsenen, eher von Kranken als von Gesunden.

Was für ein Buch, dem seine Kritiker vorhalten, es sei von gestern und weltfremd, in weiten Teilen gar blutrünstig und menschenunfreundlich, während andere gerade in diesem Buch den Frieden finden, Leben und Glück, Weisheit und Wahrheit.

Was für ein Buch, das weniger Wissen vermittelt als vielmehr Erfahrung, weniger Recht als vielmehr Gnade, weniger Schuld als vielmehr Liebe.

Was für ein Buch, das den Anspruch erhebt, Wort Gottes zu sein, und das dennoch in seinem zweiten Teil einen Menschen in die Mitte rückt, Jesus von Nazareth – Gotteswort in Menschenmund.

Was ist das für ein Buch?

Ich schlage es auf und lese ein Stück daraus: „Und Jesus kam nach Nazareth (…) und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja, 61, 1-2): ‚Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei sein sollen (…)‘“ (Lukas 4, 16-19)

Das ist das Buch. Die Bibel. Es bringt mir die Botschaft von Gott, dem Menschenfreund. Es ist nicht nur Lesebuch, sondern „Lebensbuch“ – für Gefangene, Blinde, Zerschlagene, so wie auch ich zuweilen bin. Ein Buch, das mich und alle geistlich Armen zum Leben ermuntert – seit jeher und immer wieder und jetzt erst recht!

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, Ihr Pfarrer Michael Opitz aus Düsseldorf.

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