Aktuelles

Beiträge auf wdr2 

evangelisch

Kirche in WDR 2 | 15.01. 2019 | 05:55 Uhr

Der Traum vom Frieden (Martin Luther King 90. Geb.)

Autorin: Sie hat ihren berühmten Großvater - Martin Luther King - nie kennengelernt. Aber sie lebt ihn weiter – seinen Traum vom friedlichen Zusammenleben aller Menschen. Seinen Traum, dass niemand mehr diskriminiert wird – aufgrund seiner Hautfarbe, Staaten- oder Religionszugehörigkeit. Yolanda ist gerade mal neun, als sie vor einem Jahr bei einer zentralen Kundgebung des “Marsches für unsere Leben” (March for Our Lives) in Washington auftritt. Eine Million haben damals landesweit demonstriert. Ihre Forderung: eine Verschärfung des Waffenrechts. Einige Wochen zuvor hatte ein 19-Jähriger bei einem Schulmassaker an seiner Ehemaligen Schule in Parkland in Florida 14 Schüler und drei Erwachsene erschossen und viele verletzt. (1)

Auch ich habe „einen Traum“, sagt Yolanda King in Anlehnung an die berühmte Rede ihres Großvaters Martin Luther King:

O-Ton: "I have a dream that enough is enough. And that this should be a gun-free world, period." (2)

Autorin: "Genug ist genug. Dies sollte eine Welt ohne Waffen sein. Punkt."

Mit viel Energie regt Yolanda King noch einen Sprechchor an über die “neue großartige Generation”. Ihrem Großvater Martin Luther King hätte das gefallen.

Der Baptistenpastor und Bürgerrechtler wäre heute 90 geworden. Mit nur 39 Jahren wurde er von einem Attentäter erschossen. Einige Jahre zuvor hatte er den Friedensnobelpreis erhalten. Für seinen gewaltlosen Kampf gegen Rassismus.

Und er hatte Erfolg: Offiziell wurde 1964 die Rassentrennung in den USA abgeschafft. Doch Martin Luther Kings Traum ist größer: Er will eine neue Gesellschaft des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit. Er nennt sie „Beloved Communitiy“. Er träumt von einer liebevollen und versöhnten Gemeinschaft aller Menschen, von einem Haus, in dem alle Menschen miteinander leben.

An Martin Luther King – den Großvater von Yolanda – wird oft erinnert.

Wenn Yolanda bei einer solchen Feierlichkeit dabei ist, fragt sie sich ob ihr Großvater „von der Welt heute wohl enttäuscht wäre“ – sagt sie in einem Interview. (3) Die meisten schwarzen Familien sind immer noch ärmer als die weißen Familien heute. Schwarze Amerikaner haben es schwerer, gute Arbeitsstellen zu finden und werden für die gleiche Arbeit meist schlechter bezahlt. Schwarze Jugendliche werden oft zu Unrecht behandelt wie Kriminelle und manchmal sogar getötet, obwohl sie unschuldig sind. Gefragt, was ihr Großvater wohl tun würde, wenn er noch lebte, meint Yolanda: “Er würde noch immer für Gerechtigkeit kämpfen.” Denn, so Yolanda: "Unsere Welt ist noch überhaupt nicht so, wie sie sein sollte." Deshalb geht der Kampf weiter – ohne Waffen - versteht sich. Inspiriert von dem großen schwarzen Mann – der einen Traum hatte.

Quellen:

( 1 ) https://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Parkland (letzter Abruf am 07.01.2019)

( 2 ) WDR Archivnummer 6999735114.1.01 Erstsendedatum 04.04.2018; WDR 2 Das Mittagsmagazin, 00 0:31 SHTI Statement Yolanda King, Enkelin von Martin Luther King, auf einer Demonstration in Washington.

( 3 ) Martin Luther Kings Enkelin: Yolandas Erbe, von Heike Buchter, DIE ZEIT Nr. 14/2018, 28. März 2018. 27. März 2018, 17:06 Uhr Editiert am 18. April 2018, 4:30 Uhr. (letzter Abruf am 07.01.2019)

katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen