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Kirche in WDR 3 | 18.12.2020 | 07:50 Uhr

Fest der Familie

Guten Morgen!

Weihnachten gilt als Fest der Familie und der zwischenmenschlichen Wärme und Nähe. Aber in diesem Jahr bleiben viele Kleinfamilien unter sich. Und mancher Single hat bisher vergeblich auf die Einladung zum Festessen gewartet. Weihnachten ist in diesem Jahr für viele kein kuscheliges Fest der Nähe.

 

Weihnachten ist das Fest der Familie, einer ganz besonderen Familie. Diese Familie lebte vor über 2000 Jahren in einer Region, die oft umkämpft war und selten Ruhe fand. Israel, Palästina, Naher Osten, keiner dieser Namen gibt die Wirklichkeit ganz wieder. Damals herrscht dort der römische Kaiser. Und der will wissen, wie viele Menschen in seinem Machtbereich leben. Für diese Volkszählung soll jeder sich in seine Stadt begeben. Ein Mann namens Josef aus Nazareth geht deshalb mit seiner schwangeren Frau Maria in die Stadt seiner Vorfahren.

 

Am Zielort angekommen, ist die Stadt Bethlehem heillos überbucht. Kein freies Zimmer. Irgendwo finden sie dann doch eine Übernachtungsmöglichkeit, in einer Höhle. Dort kommt das Kind zur Welt. Seine Eltern nennen es Jesus, und es wird später in der ganzen Welt als Jesus Christus bekannt.

 

In der Nähe hüten Hirten ihre Schafe, sie sehen eine Erscheinung am Himmel. Engel verkünden, dass ein neugeborenes Kind der ganzen Welt Frieden bringen werde, ein Friedenskönig. Das wollen die Hirten sehen und besuchen das Kind. Später bekommen auch andere etwas von diesem Kind mit, das die Welt verändern wird. Hochgestellte, gebildete Persönlichkeiten bringen Geschenke und beten das Kind an. Leider haben sie bei der Frage nach dem Weg dorthin zu viel geplaudert. Und der König, den Rom eingesetzt hatte, fürchtet um seine Macht. Er will das neugeborene Kind aus dem Weg schaffen. Die junge Familie muss ins Ausland fliehen, und es dauert Jahre, bis die Luft wieder rein ist, und sie in ihren Wohnort Nazareth zurückkehren können.

 

Wenn heute Weihnachten gefeiert wird, dann beruht das auf genau dieser Überlieferung: Strapazen auf der Reise, Chaos am Ziel. Dann aber ganz viel Dankbarkeit für das neue Leben, und eine große Hoffnung für die Zukunft. Doch es bleibt damals keine Zeit, um das zu genießen. Die Sorge um das junge Leben bringt wieder Angst und Schrecken.

 

Weihnachten ist das Fest dieser Familie.

 

In diesem Jahr können Familien und Wahlfamilien zu Weihnachten nicht wie gewohnt zusammenkommen. Viele haben Sorge um die Zukunft. Und viele können vor der Einsamkeit nicht fliehen. Aber die Erinnerung, an das Kind, das in Bethlehem geboren wird, ist ein Anlass zur Hoffnung. „Friede auf Erden“ verkünden die Engel damals den Hirten. Der Glaube an Jesus Christus hat die Hoffnung auf ein friedliches und ein liebevolles Miteinander immer wachgehalten.

 

In diesem Glauben vertraue ich darauf, dass Strapazen, Angst und Einsamkeit an Weihnachten 2020 nicht das letzte Wort haben. Die Hoffnung, dass Familien und Wahlfamilien sich im nächsten Jahr wieder zu Weihnachten in die Arme nehmen können, möchte ich mir nicht nehmen lassen.

 

 

Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnachten, Ihr Pfarrer Michael Nitzke aus Dortmund.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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