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Kirche in WDR 3 | 30.11.2019 | 07:50 Uhr

Guten Rutsch


„Guten Rutsch!“ – Ja, ist denn das Jahr schon wieder vorbei? Oder wird dieser Beitrag etwa versehentlich zu früh gesendet? Aber für Christen ist tatsächlich gerade schon Jahreswechsel. Auch wenn da keine Korken knallen und Böller schon gar nicht. Mit dem morgigen ersten Adventssonntag beginnt ein neues Kirchenjahr. Vor einiger Zeit noch war es daher in meinem Freundeskreis ein guter Brauch, sich vor dem ersten Adventssonntag noch einmal gegenseitig anzurufen und einen „guten Rutsch“ zu wünschen. Klar, das war in erster Linie so eine Art Kontrastprogramm zum weltlichen Jahreswechsel, den die Allgemeinheit einen Monat später feiert.

Ich kann mich auch noch gut erinnern, wie dieser kirchliche Jahreswechsel vor allem in der evangelischen Gemeinde meiner Heimatstadt Lippstadt begangen wurde. Da läuteten am ersten Adventssonntag morgens um 6 Uhr alle Glocken und anschließend erklangen vom Turm adventliche Choräle, die der Posaunenchor der Gemeinde spielte. Das war schon ein beeindruckendes Ereignis, das auch recht unverhofft zu hören war.

Aber ist das wirklich so ein Bruch, der da von heute auf morgen im Kirchenjahr geschieht? Sicherlich, optisch wird auffallen, dass in den Kirchen ein Adventskranz aufgestellt ist. Die liturgische Farbe ändert sich von grün nach violett. Und die Lektionare, aus denen die Lesungstexte in den Gottesdiensten vorgetragen werden, die werden ausgewechselt, denn jedes Jahr hören Christen sonntags das Evangelium von einem anderen Autor. Ab morgen ist wieder der Evangelist Matthäus dran.

Advent, das ist die Erwartung der Ankunft von Jesus Christus, die Christen jedes Jahr zu Weihnachten feiern. Und bei diesem Jahreswechsel des Kirchenjahres steht in den biblischen Lesungen auch eine Erwartung im Mittelpunkt. Die Texte sprechen von der Erwartung der Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag. Für die frühen Christen war das so nahe stehend wie für uns die nächste Fußballweltmeisterschaft. Zugegeben: heute ist das etwas schwer vorstellbar, nachdem sich die Kirche nach 2000 Jahren recht häuslich eingerichtet hat und es mit der Wiederkunft Jesu besser noch eine Weile dauern möge. Aber nicht umsonst beten Christen im Glaubensbekenntnis, dass Jesus wiederkommt, Lebende und Tote richtet und seine Herrschaft kein Ende haben wird. Wie das konkret aussieht? Darüber haben sich schon viele den Kopf zerbrochen. Vermutlich wird es ganz anders sein. Aber mit dieser Perspektive zu leben, das macht etwas mit jedem Menschen, der glaubt – da bin ich mir sicher.

Ob nun zum Ende des Kirchenjahres oder zu Beginn, ob Ankunft oder Wiederkunft, der Christ ist ein adventlicher Mensch – das ganze Jahr hindurch. In diesem Sinne wünsche ich auch ihnen einen guten Rutsch!

Ihr Jan Hendrik Stens aus Köln.



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