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Kirche in WDR 4 | 05.09.2020 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Am kommenden Donnerstag startet ein Film im Kino, der wieder mal zeigt: Der Mensch zerstört seine Umwelt, er beutet sie aus. “Die Epoche des Menschen”, heißt der Film, “Das Anthropozän”.

Anthropozän - ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche, des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Prozesse der Erde geworden ist.

Eine Regisseurin und zwei Regisseure sind in drei Jahren in 20 Länder gereist und haben starke, ge­walti­ge Bilder von dieser Dominanz des Menschen mitgebracht: Von kilometerlangen Betonwänden, die in­zwi­sc­hen mehr als die Hälfte der Küsten in China schützen, vom größte Stahlwerk der Welt im russischen Norilsk, vom Marmorsteinbruch im italienischen Carrara, von riesigen Verdunstungsbecken in der Ata­cama-Wüs­te in Chile, wo Lithium gewonnen wird, von abgeholzten Wäldern in Kanada.

Und auch Deutschland kommt vor in dieser erschütternden Dokumentation: Das Rheinische Tagebau­gebiet und der Ort Immerath, der dem Bagger weichen musste.

Terraforming ist die Umbildung der Erdoberfläche für menschliche Bedürfnisse. Durch Bergbau, Land­wirtschaft, Industrialisierung und Städ­tewachstum beherrschen die Menschen heute mehr als 75% des eisfreien Bodens weltweit.

Hannes Jaenicke, der bekannte Schauspieler und Umweltaktivist, kommentiert die Bilder. Sie dokumen­tieren, was wir alle zwar wissen, aber selten so bildgewaltig gezeigt bekommen: Der Mensch beutet die Erde rücksichtslos aus und zerstört damit seine eigenen Lebensgrundlagen.

Der Mensch wird von einem Mitgestalter dieser Erde zu einem dominierenden Merkmal. - Es könnte sich um eine katastrophale Wende von großem Ausmaß handeln.

Aus biblischer Sicht ist die Welt die Schöpfung Gottes. Im so genannten Schöpfungsbericht im Buch Genesis sagt Gott zu den Menschen: Seid fruchtbar und mehr euch, un­ter­werft euch die Erde und herrsc­ht über alle Tiere (vgl. Gen 1,28). Aber damit hat er si­cher nicht gemeint, die Erde auszu­beuten und zu zer­stören. Sondern im Gegenteil: Der Mensch soll die Schöp­fung pflegen und bewahren.

In seinem berühmten Son­nengesang betet Franz von Assisi: “Gelobt seist Du, mein Herr, für unsere Schwes­ter, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervor­bringt. Lobt und preist meinen Herrn und dankt und dient ihm mit großer Demut.”

Und so ist der Film “Die Epoche des Menschen” auch ein Aufruf zur Demut, ein Appell, unse­re Erde be­wohn­bar zu erhal­ten und den Menschen vor sich selbst zu schützen.

Es ist also grundlegender Wandel in der Art und Weise, wie sich die Erde verhält, dass wir dies zum Aus­druck bringen müssen. Und zwar so überzeugend, wie möglich. Für alle!

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