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Kirche in WDR 2 | 28.07.2020 | 05:55 Uhr

Kompliziert

Alles so kompliziert hier.

Mann ey. Corona, Quarantäne, Einreisebestimmungen, Öffnung Schließung und – immer wieder Maske, wo, wann wie. Ok.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Steht in der Bibel (2. Timotheus 1,7).

Aha. Hat er das? Hat Gott uns den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben?

Man könnte meinen: Ja. Sicher.

Gut. Ich hör´ ihn schon, den Protest.

Klar, man könnte genauso gut sagen : Nein. Auf keinen Fall.

Und da ist es wieder: das Komplizierte.

Was denn jetzt? Hat Gott uns den Geist der Kraft der Liebe und der Besonnenheit gegeben: ja oder nein?


Wenn Sie mich jetzt persönlich und als Pfarrer fragen: ja, klar. Hat er.

Nur: nicht nur. In meinem Alltag ist jedenfalls jede Menge Platz für Furcht.

Ich glaube: Es ist sowohl, als auch. Es ist – wenn man so will: kompliziert.

Oder auch nicht. Jedenfalls sagen wir mal: mehrfarbig.


Gottes Schöpfung toll, wunderbar und bunt zu finden angesichts lieblicher Landschaften, weiter Strände oder hoher Höhen, also bunte Vielfalt zu bewundern, ist das Eine. Schwieriger ist es im Alltag - dem „richtigen Leben“ wie manche ihn nennen. Da überfordert einen die bunte Vielfalt – da will man es einfach. Man streicht die bunten Farben raus und starrt auf das, was übrigbleibt – ein monotones Grau.

Die wirkliche Wirklichkeit so ersehen, dass aus Bunt Grau wird ist nämlich das Andere. Für viele lebensnotwendig, weil es sonst einfach zu kompliziert ist.

Botschaft: Es ist aber kompliziert. Das Leben ist bunt UND ich glaube in der Tat, dass Gott uns einen Geist gegeben hat genau das auszuhalten: den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Reicht doch erstmal.

Aushalten.

Klar. Jetzt nicht Unrecht. Nicht Gewalt. Nicht Lüge.

Aber sehr wohl, dass es 100% Lösungen nur bei Gott gibt.

Sehr wohl, dass das, was wir hier so wissen und tun immer nur vorläufig ist.

Nicht gerade halbgar, aber vorläufig.

Bis man es halt besser weiß.

Ausnahme:

Geliebt zu werden. Das geht in der Tiefe, wie im Alltag nur mit einem Ja oder Nein.

Nicht zu der ein oder anderen Macke, wohl aber zur Person. Ja oder Nein.

Ich glaube: Gott sagt Ja. Manche Menschen auch.

Alles, was danach kommt wird kompliziert.

Macht aber nix. Der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit hilft – auch uns.

Um den, kann ich beten.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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