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Kirche in WDR 2 | 15.06.2021 | 05:55 Uhr

Langsam tut der Seele gut

„Langsam tut der Seele gut!“, „Sei gut zu dir selbst und achte auf das, was deine Seele braucht.“, „Was auch immer gut ist für deine Seele, mach es!“


 An guten Ratschlägen herrscht kein Mangel. In letzter Zeit stoße ich immer wieder auf Zeitungsartikel und Radiosendungen, die so fragen: „Was tut der Seele gut?“ Und auch in der Buchhandlung, bei den Ratgebern, finde ich schnell Antworten auf diese und alle anderen Lebensfragen.


Wenn es um die Seele geht, geht es meistens auch ums Glück; wo es zu finden ist und wie man es erreichen kann. Und es geht darum, was passiert, wenn etwas mit der Seele nicht stimmt, wenn etwas aus dem Ruder gelaufen, aus dem Gleichgewicht geraten ist. Spätestens dann wird klar: Das mit der Seele ist eine hochkomplexe Angelegenheit.


Schaue ich in das Buch der Bücher, bin ich erst mal überrascht. Weite Teile der Bibel sagen gar nichts über „die Seele“. Das Wort für „Seele“, das in der Bibel benutzt wird, heißt eigentlich Schlund, Rachen, Kehle. Hier sitzt der Atem und auch der Durst nach Leben. Oft geht es um Sehnsucht, Verlangen, Begehren. Die Betonung liegt eindeutig auf der Lebenskraft des Menschen. Und diese Kraft nutzen Menschen, um sich an Gott zu wenden.  Diese Fähigkeit gehört gewissermaßen zur Grundausstattung. Ohne Offenheit für Gott und Beziehung auf Gott, kann die Bibel nicht vom Menschen reden – und nicht von seiner Seele. 

Deswegen reden Menschen auch mit Gott.

„Warum nur bin ich so traurig? Warum ist meine Seele so schwer?“ fragt ein Psalmbeter. Und sagt dann: „Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!“ (Ps 42,6 )

 

Bei der Frage, was der Seele gut tut, geht es nicht um die Erfüllung von irgendwelchen Wünschen. Menschen sprechen zu Gott und erfahren Gottes Zuwendung. Das tut der Seele gut.

Ich weiß, nicht wie Sie es machen. Ob Sie es überhaupt machen. Manchmal finde ich eigene Worte, manchmal leihe ich mir welche bei den Psalmen. Hauptsache, ich spreche mit Gott. Zum Beispiel so: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele“ (Ps 139,14)

 

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für den Tag. Finden Sie, was der Seele gut tut!


Sprecher: Daniel Schneider

Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth


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