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Kirche in WDR 5 | 10.02.2021 | 06:55 Uhr

Lieben

Guten Morgen!

Am Sonntag dieser Woche ist Valentinstag. Der Tag der Verliebten. Blumen, Grußkarten und Pralinen haben Hochkonjunktur. So langsam wird es Zeit, dass ich mich um eine Kleinigkeit für meinen Liebsten kümmere. Für andere ist der Tag „eine Erfindung der Grußkartenindustrie“; eingeschleppt aus Amerika.

 

Der Valentinstag geht auf den heiligen Valentin zurück. Einen Bischof aus Umbrien in Italien. Er hat vor rund 1800 Jahren gelebt. Viele Legenden bringen ihn mit der Liebe in Verbindung. So soll er Menschen verheiratet haben, die damals nach geltenden Recht nicht heiraten durften. Als leidenschaftlicher Gärtner soll er Verliebten Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Und auch eine Legende über einen romantischen Liebesbrief von ihm gibt es.

 

Im Duden heißt es: Liebe ist ein „starkes Gefühl des Hingezogenseins“ und „starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem Menschen“.

Eine wirklich nüchterne Beschreibung. Wo sind die Schmetterlinge, die ich im Bauch habe, wenn ich an meinen Freund denke? Die warmen Wangen und das breite Lächeln, wenn ich in seine grünen Augen schaue? Liebe ist so großartig und so vielseitig. Mir gelingt es nicht, sie in Worte zu fassen.

 

Die Liebe ist unbeschreiblich. Im Johannesbrief aus dem ersten Jahrhundert in der Bibel heißt es: „Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und haben diese Liebe im Glauben angenommen. Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe lebt, ist mit Gott verbunden, und Gott ist mit ihm verbunden.“ (1. Johannes 4,16 / BasisBibel)

Die Liebe ist so großartig. Gottes Liebe ist der Grund für unsere Liebe zueinander, so beschreibt es der Johannesbrief.

 

Liebe ist ein Geschenk. Ich kann sie nicht erzwingen oder einfordern. Ich lebe seit einigen Jahren mit meinem Partner glücklich zusammen. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit. Wie oft höre ich, dass Liebe zerbricht und nicht mehr trägt.

Liebe wird auch angefeindet – offen oder versteckt. Es ist längst nicht selbstverständlich, dass ich als Pfarrer mit meinem Mann glücklich im Pfarrhaus zusammenlebe. Immer wieder kommen Paare zu mir: schwule Paare, lesbische Paare und Heteropaare – zwei Menschen, die sich lieben. Sie wollen diese Liebe unter Gottes Segen stellen und sich trauen lassen. Viel zu oft höre ich, dass andere die Liebe nicht akzeptieren. Manche werden sogar offen angefeindet. Kirchen und Gemeinden haben hier nicht selten dazu beigetragen.

 

Als Jesus nach dem wichtigsten Gebot gefragt wird, antwortet er: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ (Markus 12,31 / BasisBibel)

 

Wie kann ich die wahrhaftige Liebe zweier Menschen in Frage stellen? Eine Liebe, die von Gott geschenkt ist.

Jesus sagt es eindeutig: Liebe dich selbst und liebe deinen Nächsten.

 

„Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe lebt, ist mit Gott verbunden, und Gott ist mit ihm verbunden.“ (1. Johannes 4,16 / BasisBibel)

 

Ihr Pfarrer Oliver Mahn aus Köln.

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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