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Hörmal | 06.12.2020 | 07:45 Uhr

Nikolaus in Coronazeiten

Heute Morgen schon in die Schuhe geschaut? Richtig: Heute ist Nikolaustag. Selbst als Erwachsener schielt man vorsichtig um die Ecke zum Schuhregal. Vielleicht hat er ja doch noch etwas dagelassen.

 

Die Kinder stellen die großen Stiefel raus. Damit möglichst viel reingeht. Bei mir liegt es dieses Jahr eher in den Puschen. Damit es auffällt. Denn wegen Corona kommt man ja kaum noch raus. Ich jedenfalls. Homeoffice. Manche sagen auch Mobile Office. Eigentlich Schönrederei: Denn im Grunde ist das eine recht immobile Angelegenheit. Kontakte genug, alles über den Bildschirm. Auf dem kommt die Welt nicht mehr nur abends ins Wohnzimmer, sondern den ganzen Tag ins Arbeitszimmer. Da kann ich gleich sitzen bleiben.

 

Nicht nur schön. Klagen überall: Da ist man ja nur noch ein halber Mensch. Die wichtigen Dinge kann man gar nicht mehr machen. Das ganze Leben ist eingeschränkt.

 

Nikolaus und die Schuhe in Corona-Zeiten. Wieso eigentlich Schuhe? Na, Sie kennen die Geschichte vermutlich. Den alten Bischof Nikolaus treibt Elend seiner Gemeinde um. Um Not zu lindern, setzt er sein eigenes Vermögen ein. In Nikolaus wird die Barmherzigkeit Gottes mit Händen greifbar.

 

Um einer armen Familie zu helfen, lässt er sich etwas Besonderes einfallen: In der Nacht wirft er Goldstücke durch den Schornstein des kleinen Häuschens. Das landete in den Schuhen und Strümpfen der Kinder. Die hängen nämlich da, über der Feuerstätte, um über Nacht zu trocknen. Am nächsten Morgen sind Schuhe und Strümpfe nicht nur trocken, sondern auch voll mit Goldstücken. Die Freude ist riesig.

 

Die Aktion des Nikolaus erinnert an unsere Corona-Zeit: „Kontaktlos zahlen“, so steht es an jeder Tankstelle. Bei Nikolaus geht’s eher um ein „kontaktloses Schenken“. Warum nicht? Die Gabe kommt an und den Menschen ist geholfen.

Und Nikolaus macht diese kontaktlose Aktion noch sympathischer. Kein großmäuliger Angeber sondern einer, der tatkräftig anpackt. „Wenn du eine Spende gibst, soll die Linke nicht wissen, was die Rechte tut.“

 

Nikolaus in Coronazeiten. Stimmt, es geht nicht alles derzeit. Aber vieles geht noch immer – zum Beispiel andere Menschen unterstützen. Durch eine Spende an die kirchlichen Hilfswerke, die ihre Aktionen gerade jetzt starten. Sonst im Weihnachtsgottesdienst, jetzt online. Oder ganz einfach: Durch einen Anruf bei Menschen, die ich lange nicht mehr gesehen habe, die selber nicht mehr unter Leute kommen.

 

Und dabei ein wenig weniger wehleidig werden: Angesichts der Einschränkungen und der elementaren Nöte so vieler Menschen in der Pandemie ist das Arbeiten im Homeoffice nun wirklich ein erträgliches Los.

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

 

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