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Kirche in WDR 2 | 23.03.2019 | 06:20 Uhr

"Die Goldfische"

„Die Goldfische“

Oliver steckt mitten im Stau. Er ist ein junger Aktien-Manager und gerade auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. So beginnt der aktuelle Kino-Film „Die Goldfische“. Und was macht Oliver? Schnell rüber auf die Gegenfahrbahn und am Stau vorbei fahren und dann...

O-TON: Crash

Oliver ist nach diesem Unfall querschnittgelähmt. Er sitzt im Rollstuhl und will so schnell wie möglich raus aus diesem – wie er es nennt - „Behindertengefängnis“. Denn als Top-Manager müsste er schon längst die Aktien-Kurse im Internet checken.                

O-TON: Die Internetverbindung in Ihrem Haus ist wirklich eine Zumutung. Ja, Sie haben schon ein Einzelzimmer also beschweren Sie sich nicht. Ich muss wichtige Dinge online erledigen. So kann ich nicht arbeiten. Wichtig, wichtig, wichtig, ja – wichtig ist Ihre Therapie Oliver, darauf müssen Sie sich jetzt konzentrieren und nicht aufs Laptop. Ich mein gut – in sieben Wochen sind Sie hier raus. Wie soll ich denn sieben Wochen ohne Internet auskommen? Sie sind nun mal gerade seit drei Monaten querschnittgelähmt und der WLAN ist Ihr größtes Problem. Ich bin auch bereit mehr zu zahlen. Anscheinend sind Sie nicht nur gehbehindert.              

Auf der Suche nach dem stärksten WLAN-Signal lernt Oliver eine Wohngemeinschaft mit mehreren Behinderten kennen. Sie nennen sich „Die Goldfische“. Hier wohnen Autisten, Blinde und ein Mädchen mit Down-Syndrom zusammen. Oliver schließt sich der Gruppe an, denn wenigstens gibt es dort WLAN. Dann erfährt er, dass ihm die Steuerfahndung auf der Spur ist.               

O-TON: Wir müssen sofort nach Zürich, mein Schließfach räumen. Sag mal Alter hörst du mir nicht zu? Die haben Hunde, die Geld riechen können. Julius, Herr Flütsch hat mich angerufen. Wer? Herr Flütsch von der Bank. Die wissen auch von meinem Schließfach, die könnten da jeden Moment auftauchen. Was hast’n da drin? Bargeld, eins Komma zwei. (lacht) Eins Komma zwei? Ey, ich wollte dich nur vorwarnen. Von hier bis nach Zürich sind es doch nur zwei Stunden. Man Julius, ich kann noch nicht einmal alleine scheißen, wie soll ich denn 1,2 Millionen schmuggeln?

                        

Oliver hat eine Idee: Ein Ausflug mit den anderen Behinderten in die Schweiz. Denn wer vermutet schon geschmuggeltes Geld in einem Bus voller Behinderter? An der Schweizer Grenze winkt die Polizei aber plötzlich doch den Bus heraus  – am Steuer sitzt die nahezu blinde Magda.                  

O-TON: Ihren Führerschein hätte ich gerne mal gesehen. Hören Sie mal zu Herr...wie heißen Sie überhaupt, Sie haben sich überhaupt nicht vorgestellt. Mein Name steht hier auf dem Schild. Ja, sehe ich, aber wie spricht man es aus? Müller?          

Der Film „Die Goldfische“ läuft seit Donnerstag im Kino. Ich find toll, dass der Film alles andere als banal ist. Der Aktien-Manager Oliver, der stellt sich nach dem Unfall nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens oder was er im Leben ändern will. Nein, für Oliver ist Geld alles und er merkt erst am Ende des Films, dass es noch grundlegendere Dinge gibt. Dinge, die er sich nicht kaufen kann – wie zum Beispiel echte Freunde, die ihn nicht hängen lassen, wenn es draufankommt. Der Film provoziert einen, selbst mal nachzudenken: Welchen Dingen renne ich im Leben hinterher? Und was ist mir wirklich wichtig?

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