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Kirche in WDR 3 | 17.07.2020 | 07:50 Uhr

Urlaub zu Hause

Guten Morgen.

„Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah.“ Mit diesem Sprichwort haben meine Kollegin und ich Menschen aus unserer Region zu einer klimafreundlichen Wanderwoche im Sauerland eingeladen.
Der Chef des regionalen Verkehrsunternehmens ist begeistert von der Idee und hat uns zugesagt, dass die gesamte Wandergruppegünstige Urlaubertickets für den Nahverkehr bekommen kann. Ein Bürgermeister unterstützt uns finanziell.

Urlaub ohne Koffer wollen wir machen. Bei Tageswanderungen Orte kennenlernen, die der Seele guttun und die direkt vor unserer Haustür liegen. Die Speisen sollen den Leib erfrischen und der Umwelt nicht schaden. Dazu haben wir eine ehemalige Jugendherbergsmutter gewonnen, die klimafreundlich, regional und nachhaltig kocht. Und wir hoffen, dass unterwegs Kontakte zwischen Menschen über Gemeinde- und Konfessionsgrenzen hinweg entstehen.

Die Umwelt schonen und die Schätze in unserer Nähe und in uns selbst entdecken. Das sind also unsere Ziele gewesen, als wir die regionale Wanderwoche im vergangenen Herbst geplant haben.
Zunächst gibt es kaum Anmeldungen. Dann aber kommt im März Corona. Und wir merken, wir bieten das Richtige an: Viele werden nicht in den Urlaub fahren. Sie haben aber Sehnsucht, ihre eigenen vier Wände zu verlassen und neue Orte und Menschen kennenzulernen. Unsere Wanderwoche könnte sich für manche als Corona-tauglicher Urlaub bewähren.

Und siehe da. Kaum berichten die Zeitungen über unsere Pläne, rappeln unsere Handys. Statt einer bieten wir jetzt zwei Wanderwochen an. Wir passen unser Projekt den Hygiene- Schutzverordnungen an. Die großen Wandergruppen werden in drei kleine Teilgruppen aufgeteilt, die nacheinander die Wege gehen und die Ziele erreichen. Statt Abschlussessen in Gemeindehäusern wird es unterwegs Picknick geben. Alle packen Brettchen und Besteck in ihren Rucksack. Die Köchin und ihr Team bringen das Essen direkt zum Picknickplatz. Portioniert in Schraubgläser gefüllt. Beim Verteilen und Teilen des Essens werden wir uns nicht zu nahe kommen.

Die Menschen, die sich anmelden, sind begeistert von der Idee. „Ich weiß ja, dass es diese schönen Wanderwege hier gibt“, sagen sie zu mir, „aber ich hab vom Ginsterkopf bisher nur gehört und war noch nicht da. Die Almequellen sind mir ein Begriff, die Himmelssäulen auch, aber im Urlaub sind wir immer weiter weggefahren und die nahen Ziele habe ich aus den Augen verloren. Dafür habe ich mir nie die Zeit genommen“.

Jetzt – in den Monaten nach dem Ausbruch von Corona, können wir uns dem gemeinsamen Leben langsam wieder öffnen. Da ist so ein Wanderung zu Hause, ohne Koffer und mit geringer Umweltverschmutzung eine Möglichkeit, Gutes aus der Corona-Zeit zu übernehmen: Reisen ohne Auto und ohne Flugzeug, Abstand untereinander wahren und doch sich nahekommen, essen, ohne das Klima groß zu belasten.

Gott hat unsere Füße auf weiten Raum gestellt. (vgl. Psalm 31,9) Im August und im September werden wir das mit den Wandergruppen erleben und dabei Gott und einige unserer Nächsten besser kennenlernen.


Einen gesegneten Tag mit einem wachen Blick für das Gute in Ihrer Nähe wünscht Ihnen Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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