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Kirche in WDR 4 | 30.09.2019 | 08:55 Uhr

Wau Wau! Miau! Iah!

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Tja.

Vermutlich sitzen Sie gerade im Auto und sind auf dem Weg zur Arbeit. Oder Sie steigen gleich in die Bahn. Vielleicht springen Sie auch aufs Rad. Dass Sie aber einen Esel besteigen werden ist vermutlich ziemlich unwahrscheinlich.

Im Alten Testament gibt es eine wunderbare Geschichte. Da sitzt ein Mann nicht im Auto, sondern auf seiner Eselin und ist auch quasi auf dem Weg zur Arbeit. Er heißt Bileam, ist Prophet von Beruf und hat den Auftrag, Israel zu verfluchen. Und wie er da so reitet steht da plötzlich ein Engel auf dem Weg. Bileam ist völlig in Gedanken und sieht den Engel nicht. Im Gegensatz zur Eselin, die sieht den Engel und bleibt stehen. Bileam wird sauer. „Störrisches Ein störrisches Vieh“, denkt er und haut die Eselin mit seiner Gerte. Aber die Eselin geht keinen Zentimeter weiter. Nichts zu machen. Und so geht die Geschichte weiter – ich les mal vor:

„Der Herr öffnete der Eselin den Mund. Und sie sagt: Warum schlägst du mich, bin ich dir nicht zeitlebens ein treuer Esel gewesen? Und Biliam sagt: Nein, du bist störrisch! Ich würde dich am liebsten erschlagen“. Und auf einmal kapiert Biliam die Situation. Mann, da steht ja ein Engel! Und der sagt dann: Wenn du weitergeritten wärest, hätte ich dich erschlagen, aber die Eselin am Leben gelassen.“

Tja. Und dann ändert sich alles, es kommt nicht zum Fluch, sondern Israel wird gesegnet.

Mich beeindrucken zwei Gedanken aus dieser Geschichte: Ohne Vertrauen geht gar nichts. Erst recht nicht zwischen Mensch und Tier. Die Beziehung zwischen Tieren und Menschen ist vor allem eine Vertrauensbeziehung. Die muss sich entwickeln. Esel oder auch Pferde einerseits und Menschen andererseits müssen einander vertrauen lernen. Das ist wichtig in gefährlichen Situationen. Und tatsächlich ist ein Esel in der Lage, Krisen zu analysieren. Obwohl er ein Fluchttier ist, wird er nicht sofort panisch – anders als ein Pferd. Das ist gut für den Menschen. Darauf darf er vertrauen. Die biblischen Autoren wussten das. Daher wird Bileams Eselin sehr weise dargestellt.

Was zum zweiten Gedanken führt. Thomas von Aquin, ein mittelalterlicher Theologe hat gesagt: Tiere werden unmittelbar von Gott geführt. Anders als der Mensch, der auch sagen kann: Gott, hau ab aus meinem Leben. Ein schöner Gedanke. In den Tieren, in Pferden, Hunden, Schweinen, Vögeln wird die Weisheit und Schönheit Gottes unmittelbar klar. Rainer Hagencord, ein Theologe aus Münster meint dasselbe, wenn er sagt: Die Tiere sind nicht aus dem Garten Eden vertrieben worden. Theologisch gesehen, sind die die noch im Paradies. Jedenfalls erzählt die Bibel nur, dass der Mensch da raus musste.

Tiere erzählen ohne viel Federlesens von der Schönheit und Weisheit Gottes. In der Agneskirche in Köln wollen wir das feiern. In einem Gottesdienst mit Tieren am nächsten Sonntag um 10 Uhr. Kommt alle und bringt alle mit! Auch die Tiere. Naja, zumindest die, die durch die Tür passen: Hunde, Katzen, Hamster, Kaninchen oder Vögel. Und wenn einer aus Königswinter vom Drachenfels her mit nem Esel angeritten kommt – finden auch noch nen Platz. Gott ist schön. Wau wau. Miau. Iah!

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