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Hörmal | 25.12.2019 | 07:45 Uhr

Weihnachten im Alltag: der Geist Gottes

Frohe Weihnachten, wünsche ich Ihnen heute als erstes. Frohe Weihnachten! 

Wenn dieser ganze Zauber hier vorbei ist – die Gans gegessen, die Geschenke umgetauscht, der Familienfrieden wieder hergestellt oder eine Gefühl von Dankbarkeit genossen;

spätestens dann frag´ich mich:

Und? Worum ging´s nochmal?

 Was hatte das jetzt mit Jesus und dem Geist Gottes zu tun?

 

„Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit“, schreibt Paulus.  

Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit.

Tja. Ähm.

Was genau war noch mal „der Geist Gottes“?

Für mich ist Geist Gottes das Wirken, die Wirksamkeit Gottes in dieser Welt, in meinem und Ihrem Leben.

Glaubenssache. Mag man jetzt einwenden.

Ja, klar. Was denn sonst.

Nur: Das Gott sich in mein Leben einmischt, in meinem Leben wirkt, sagt ja noch nichts darüber aus, wie Gott das tut. Und wozu.

Immerhin geschahen und  - Gott sei es geklagt – geschehen ja noch immer furchtbare, menschenverachtende Dinge im Namen Gottes und angeblich in Gottes Geist.

Dabei geht es  in der Regel um den Geist der Macht und nicht um den Geist Gottes.

Den kann ich nämlich erkennen, schreibt Paulus: Da ist Freiheit.

 

Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit.

Und? Will ich die? Will ich frei sein?

Klar. Blöde Frage. Wirklich?

Wenn ich so über den persönlichen Tellerrand nach Deutschland, nach Europa, schaue, dann bekomme ich da Zweifel.

Die Extremisten werden einfach stärker.

Der Ruf rechter Parteien nach Ordnung und Führung lauter.

Der Ruf, manchmal der Schrei nach Grenzen, ist nicht zu überhören.

Das Wort „Grenze“ höre ich öfter als „Freiheit“.

Jetzt wird es ja immer schief und missverständlich, falsch und gefährlich, wenn von den einhundert Versionen der Begriffe die Rede ist.

Also die Abteilung: total und entweder oder. Totale Freiheit, totale Grenze.

Ich glaube: Im Geist Gottes geht es um einhundert Prozent Liebe, die jede Grenze überschreitet.

Geist Gottes. Liebe. Was sonst?

Ok. Liebe passt ja fast immer.

Nur: es ist schon so. Es geht um Gottes Liebe für und in dieser Welt und es geht um Gottes Geist. Als Haltung und Handlung.

Jesus ist mein Maßstab: Geht es um Liebe, die auch den Feind liebt ohne ihn zu zwingen? Geht es um Barmherzigkeit, die nicht nachrechnet, weil sie übervoll ist?

Geht es um Gerechtigkeit, weil wir alle gleich wertvoll sind?

Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit.

Manchmal ist Freiheit eine Zumutung.

Weil ich verantwortlich bin und um Entscheidungen nicht herum komme.

Keine Angst.

Von Fehlerfreiheit war hier nie die Rede.

Von sowohl als auch: von lautem Schmerz und hellem Glück schon.

Durch den Käfig gucken macht auch nicht froh.

Mehr Sicherheit gibt´s nicht.

Mehr Liebe schon. In Freiheit.

Das ist für mich die Botschaft von Weihnachten.

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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