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Kirche in WDR 2 | 30.03.2026 | 05:55 Uhr

Hören mit dem Herzen

Kannst Du gut hören? Das ist kein Zufall: Das Gehör gilt als erster und letzter Sinn des Menschen. Schon im Mutterleib, ab dem vierten Monat ist das Gehör voll funktionsfähig. Und auch beim Sterbeprozess ist das Hören einer der Sinne, die bis zuletzt funktionieren. Menschen auf dem Sterbebett, die sich nicht mehr bewegen, auch nicht mehr die Augen aufmachen, können oft noch hören, sogar ziemlich gut.


Ja, Hören ist wichtig. Ich brauche es zur Orientierung, zur Kommunikation, auch zur Sicherheit. Daher funktioniert es sogar beim Schlafen.


„Wie höre ich?“, ist die Frage. Ja, klar, mit den Ohren. Ich kann aber auch mit dem Herzen hören. Davon erzählt die Bibel. König Salomo bittet Gott: „Gib mir ein hörendes Herz, damit ich gut regieren und das Gute vom Bösen unterscheiden kann.“ (1. Könige 3). Wie weise, gerade für Menschen mit besonderer Verantwortung. Hören mit dem Herzen. Das Bibelwort ist ein Leitwort jetzt in der Passions- und Fastenzeit. Sie steht dieses Jahr unter dem Motto „Mit Gefühl – 7 Wochen ohne Härte“.


Das passt. Hören mit dem Herzen macht mich weicher – „ohne Härte“ –, weil ich aufmerksamer bin und mich auf den anderen einlasse. Denn mit dem Herzen hören, heißt vor allem erst einmal Zuhören. So wachsen Mitgefühl und Empathie.


Doch einige Mächtige grade machen genau das Gegenteil: Sie herrschen nach dem Motto: Höre vor allem auf dich selbst. Frage dich, was du willst und was du brauchst, ohne Rücksicht auf andere. Aber: Wer allein auf sich selbst hört, der führt am Ende doch nur noch Selbstgespräche und der wird auf Dauer sehr, sehr einsam.


Heute beginnt die letzte Woche der Fastenzeit. Sie ist die Einladung: Ohren auf und Mund halten. Das mag manchmal schwerer sein als auf Süßigkeiten oder Alkohol zu verzichten. Gerade dann, wenn ich sehr überzeugt bin von meiner Position. Aber Hören heißt ja nicht automatisch „Ja“ sagen. Sondern lauschen, sich was Neues sagen lassen und spüren, dass vielleicht sogar Gott mir etwas durch den anderen mitteilen will.


„7 Wochen ohne Härte.“ Noch ist eine Woche Zeit, es auszuprobieren: Mehr mit dem Herzen zu hören. Es täte unserer Welt so gut. Nicht nur in der Fastenzeit.



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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