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Wo sterben eigentlich Obdachlose?
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Kirche in WDR 5 | 10.04.2026 | 06:55 Uhr

Wo sterben eigentlich Obdachlose?

Wissen Sie eigentlich, wo Obdachlose duschen? Oder wo sie einkaufen? Oder wo sie ihre Kleidung waschen? Man könnte ja meinen: Obdachlose führen das öffentlichste Leben von allen. Wer von uns hat nicht schon einmal einen Schlafplatz gesehen – ein paar Decken unter einer Brücke, ein Schlafsack im Hauseingang, ein Pappkarton in einer Ecke, in der es wenigstens ein bisschen windgeschützt ist. Und trotzdem wissen wir erstaunlich wenig über dieses Leben. Vielleicht, weil wir einfach darüber hinwegsehen. Weil wir mit Kopfhörern auf den Ohren und dem Blick auf dem Handy durch die Stadt navigieren. Und manchmal vielleicht auch, weil wir gar nicht so genau hinschauen wollen. Weil es wehtut. Weil es stört. Weil es Fragen stellt, auf die man keine schnellen Antworten hat.

Eine Frage, die ich mir zum Beispiel lange nie gestellt habe, ist diese: Wie und wo sterben eigentlich obdachlose Menschen?

Ja, ich weiß. Der Tod ist ohnehin schon ein schweres Thema. Darüber denkt man nicht gerne nach. Aber er gehört nun mal zum Leben dazu. Und eben auch zum Leben der auf der Straße leben.

Für unsere Angehörigen, für unsere Eltern und Großeltern, und irgendwann ja auch für uns selbst wünschen wir uns: Wenn es so weit ist, dann soll es in Würde geschehen. Möglichst ohne Schmerzen. Vielleicht im Schlaf. Und nicht allein. Sondern mit einem Menschen an der Seite. Aber wie soll jemand in Würde sterben, der nicht einmal die Chance bekommen hat, in Würde zu leben? Wenn innere und äußere Umstände ihn auf die Straße gebracht haben? Wenn der Alltag aus Kälte besteht, aus Unsicherheit, aus dem dauernden Kampf um das Nötigste – und oft auch aus Einsamkeit?

In Köln gibt es eine Stiftung, die sich genau dieser Frage annimmt. Die Pace e bene Stiftung. Pace e bene heißt übersetzt: Frieden und Gutes. Und diese Stiftung finanziert Hospizplätze für obdachlose Menschen. Vielleicht kann sogar irgendwann eine Wohnung angemietet werden – als Ort zum Sterben. Vielleicht auch als Ort zum Genesen. Ein Raum, in dem jemand zur Ruhe kommen kann, der sonst keine Ruhe hat. Geschützt. Begleitet. Gesehen. Was Pace e bene da macht, das beeindruckt mich. Weil es zwei Tabus miteinander verbindet: Obdachlosigkeit und Tod.

Wenn die Lobby für obdachlose Menschen schon schlecht ist – und die Lobby für einen würdigen Umgang mit dem Sterben auch nicht gerade laut – wie schlecht ist dann erst die Lobby für sterbende Obdachlose?

Mich beeindruckt, dass diese Christen mit ihrer Stiftung genau da hinsehen. Und handeln. „Pace e bene“ geht übrigens zurück auf den heiligen Franziskus. Einen Menschen, der für Armut und Einfachheit steht wie kaum ein Zweiter. Und der mit seinem Leben gezeigt hat: Gottes Blick ruht nicht zuerst auf den Erfolgreichen und Sattgewordenen, sondern auf denen, die unten sind.

Es ist die Osterwoche. Und ich darin wollte ich Ihnen von der Pace et Bene -Stiftung erzählen. Und: Ich bitte Sie von Herzen: Vergessen Sie unsere obdachlosen Mitmenschen nicht. Sie sind Menschen wie wir. Mit Freude und Trauer. Mit Glück und Unglück. Und mit derselben Würde. Pace e bene – Frieden und Gutes – das wünsche ich Ihnen, ganz österlich.

Aus Köln grüßt Sie

Gerald Mayer


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