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Kirche in WDR 4 | 13.10.2026 | 08:55 Uhr
Hoffnungswort
Guten Morgen,
„Hoffnungswort 2027“ gesucht. Na, da mach ich doch mit. Rasch auf die Website vom Netzwerk „Eine Erde“ gegangen und mitgemacht. Bis zum 31. Mai 2027 kann man hier alleine oder mit anderen zusammen Hoffnungsworte einreichen. Das Netzwerk „Eine Erde“ ist ein ökumenisches Bündnis von über 130 Organisationen für Klimaschutz und Gerechtigkeit. Hoffnungsworte werden gesucht - Begriffe, die Mut machen und uns ins Handeln bringen für den Erhalt der Erde und für Veränderungen in der Gesellschaft. Möglich sind bekannte Begriffe, neu verwendete Wörter oder kreative eigene Wortschöpfungen. Man darf auch ein zweites dazufügen. Ich hab´s also ausprobiert im Internet und lande bei einem Formular: Bei „Persönlicher Vorschlag für das Hoffnungswort“ gebe ich ein: „Ozonloch schrumpft“. Dann soll ich begründen: Warum ist das Wort ein Hoffnungswort? Na ja, in meiner Jugend, Mitte der 1980er Jahre, sah man die Erde vor allem durch das Ozonloch bedroht. Was heute der Klimawandel ist, der in aller Munde ist, war damals das Ozonloch. Die Schutzschicht der Erde, die gefährliche Strahlung abhält, bekam Löcher durch zu viel Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKW. Das hatte unter anderem zur Folge, dass Hautkrebs zunahm. Dem Ozonloch wurde dann in einer internationalen Kraftanstrengung weltweit der Kampf angesagt. Zum Beispiel durfte kein FCKW mehr in Kühlschränken vorkommen und Spraydosen wurden weitgehend abgeschafft. Deos werden seither überwiegend statt in Spraydosen in Stiften oder Haarspray in Pumpflaschen angeboten. Und es hat tatsächlich geklappt. Das Loch hat sich verkleinert. Bis 2070 soll es wieder ganz geschlossen sein. Es sei denn, der Klimawandel vollzieht sich durch andere Faktoren noch schneller. Hätten wir nichts gegen das Ozonloch getan, wäre die Erde heute übrigens nochmal ein halbes bis ein Grad wärmer. Das macht mir Hoffnung: Wir können etwas tun, um die Erderwärmung aufzuhalten und unsere Erde Enkelsicher machen. So, jetzt noch freiwillig Name, e-mail-Adresse und Wohnort eingeben und „Absenden“ drücken. Jetzt bin ich gespannt, ob mein Wort in die Liste der zehn Wörter aufgenommen wird, aus denen eine Fachjury das endgültige Hoffnungswort auswählt. Das Ergebnis wird am 4. Oktober im nächstes Jahr bekanntgegeben. Der 4. Oktober ist übrigens der Gedenktag von Franz von Assisi. Dieser Mönch ist berühmt geworden für seinen Sonnengesang, ein Lobgesang auf Gott, den Schöpfer. Auch der Einsatz der Kirchen heute gegen den menschengemachten Klimawandel ist so etwas wie ein Lob des Schöpfers, dem wir diese Erde verdanken. Die Erde ist zu schön, um sie unterzugehen zu lassen. Der Wechsel zur E-Mobilität, Wärmepumpen statt Öl-Heizungen oder die Sanierung von Häusern, um weniger Energie zum Heizen zu brauchen - das ist alles nicht billig und heißt, sich gewaltig umstellen. Aber es wird Wirkung zeigen. Davon bin ich überzeugt. Bei all den katastrophalen Nachrichten von Überschwemmungen und Dürren denken Sie daran:
Das Ozonloch schrumpft, weil wir in den 1980-ern schon mal aktiv geworden sind. Auch, was wir heute zum Erhalt der Schöpfung unternehmen, das wird wirken. Ein Grund, auch heute voller Hoffnung in den Tag zu gehen.
Ihre Barbara Schwahn, Krefeld.
Quellen: (alle Links zuletzt abgerufen am 13.09.2026)
https://www.emk.de/meldung/gesucht-das-hoffnungswort-2027
(3.9.26, Michael Löffler)
https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/ozonloch--warum-es-aufriss-und-wie-der-stand-heute-ist-35449486.html
Hier mitmachen:
https://www.netzwerk-eine-erde.de/hoffnungswort/
Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze
