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Kirche in WDR 5 | 17.01.2026 | 07:55 Uhr

Mehr Positives!

Am Morgen, wenn der Tag noch nicht entschieden ist, wirkt die Welt auf mich oft schwerer, als sie sein müsste. Ich muss ja nur die Nachrichten hören. Was unterscheidet 2026 von 2025? Die politische Lage ist unsicher. Kaum wirtschaftliches Wachstum. Politische Spannungen: neue Kämpfe, neue Opferzahlen. — Klar. Das, was passiert, muss beim Namen genannt werden.

Und doch: Nachrichten folgen einer eigenen Logik. Sie orientieren sich an dem, was überraschend ist und konfliktträchtig. Was abweicht, was eskaliert und Schaden anrichtet, das rückt nach vorn. Das ist kein Zerrbild, sondern ein publizistisches Prinzip: Konflikt, Nähe, Personalisierung, das sind Nachrichtenfaktoren. — Was sich langsam verbessert, was über Jahre hin erfolgreich wächst —, das erzeugt keine Schlagzeile; es bleibt oft eher im Hintergrund. Und: Genau deshalb lohnt ja ein Blick auf Entwicklungen, die im Tagesgeschäft selten vorkommen, obwohl sie unsere Gegenwart und Zukunft messbar verändern. Auch wenn für uns vieles selbstverständlich ist. Zum Beispiel, dass inzwischen mehr als 92% der Weltbevölkerung über so etwas Banales verfügen wie einen Stromanschluss. Im Jahr 2000 waren es erst 78%. Oder dass in den letzten zehn Jahren mehr Menschen weltweit auf Trinkwasser zugreifen können als jemals zuvor. Es sind zwar immer noch nur Dreiviertel der Weltbevölkerung — naja, es gibt Konzerne, die Trinkwasserquellen erschließen und dann als Flaschenwasser teuer verkaufen — und doch gibt es enorme Fortschritte.

Katastrophen setzen sich schnell im Bewusstsein fest. Fortschritte dagegen sind eher leise … und langsam; sie gehen über längere Zeiträume. Sie zeigen sich weniger im Großen, als im Unscheinbaren. Vielleicht beginnt das Positive, beginnt unsere Hoffnung genau da, wo wir auch die kleinen Schritte und Bewegungen wahr- und ernstnehmen
Das wäre das Gegengewicht zu all der Defizit-Orientierung unserer Tage, die uns das Leben nur schwermacht. Eigentlich merkwürdig: Wir denken weniger an das, was schon erreicht ist, sondern lieber an das, was uns fehlt.

Was spricht eigentlich dagegen, auf unsere persönlichen Erfolge zu schauen —, diese kleinen, positiven Veränderungen, die wir zu verzeichnen haben und auf die wir stolz sein könnten? Ich habe mir das fest vorgenommen: Positives nicht mehr nur zu registrieren, sondern ihm Gewicht zu geben. Und wahrzunehmen, wie es mich trägt. Manches ordnet sich dann neu: der Blick auf die Arbeit, der Ton in Gesprächen, die Geduld mit mir selbst. Nicht, weil auf einmal alles leichter wäre, sondern weil mein innerer Schwerpunkt ein anderer wird. Ich erschöpfe mich nicht mehr darin, mich dauernd selbst zu bewerten.

Das wünsche ich uns als eine kleine geistliche Übung: Mehr Balance aus dem Gefühl heraus, dass nicht alles auf einmal gelingen muss. Weil ich mich einer Gnade verdanke, die größer ist als alle Erwartungen an mich.

Ludger Verst aus Köln

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