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Kirche in 1Live | 23.09.2026 | floatend Uhr
Vom Selbstmitleid zur Dankbarkeit
Aaaaah, was ist denn los? Ich hab in letzter Zeit so mit einer Sache so zu kämpfen, und zwar: Sodbrennen.
Und: Das ist jetzt medizinisch kein riesen Ding, aber das begleitet mich schon ne Weile und ich muss mega auch vom Kopf her damit umgehen können – mit diesem Schmerz und wie unangenehm das ist.
So – und dann war ich jetzt Sonntag in der Kirche und hör so, wie Jesus in der Bibel so sagt: Ey, wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, kann mir nicht nachfolgen, wo ich so denke: Ja, das ist gerade so sprichwörtlich n Kreuz für mich, also was, was mich belastet, was schwer ist, so, aber was heißt das denn, das auf mich zu nehmen?
Und ich glaube: Ein Stückchen der Antwort, was das heißt, hab ich dann so bekommen, als ich so am selben Abend dann n Film gucke, und zwar „1 Million Minuten“. Da ist ein Mensch, der sitzt im Rollstuhl und ist Erfinder. Und der erzählt halt, wie lange ihn das beschäftigt hat, wie lange er auch in Selbstmitleid so versunken ist, dass er nicht mehr gehen kann. Und dass er irgendwann dann gemerkt hat, dass das nichts bringt und er sagt so: „Irgendwann habe ich es geschafft, vom Selbstmitleid zur Dankbarkeit zu kommen.“
Und da denke ich so: Wow, aber wie geht das, vom Selbstmitleid zur Dankbarkeit? Heißt das: Nicht auf das zu schauen, was nicht oder nicht mehr geht, sondern auf das Gute, was alles da ist?
Tobi Schulte, Soest.
