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Kirche in 1Live | 10.03.2026 | floatend Uhr
Gendersternchen
Ey, ganz ehrlich? Es nervt mich richtig, wie krass sich Leute über gendergerechte Sprache aufregen. Da wird getan, als würde der Genderstern das Ende der Welt einläuten.
„Gibt’s
nix Wichtigeres?“ – hör ich ständig.
Doch. Gibt’s. Armut, Klimakrise,
Krieg – alles real.
Aber nur, weil es größere Probleme gibt, heißt das
doch nicht, dass kleine egal sind.
Oder lässt du dir auch den kleinen
Stein im Schuh drin, weil andere gar keine Schuhe haben?
Gendern geht
nicht um „komplizierte Sprache“. Es geht um Sichtbarkeit. Darum, dass Frauen,
nicht-binäre und trans Menschen endlich in unserer Sprache vorkommen.
Weil: Sprache formt Denken. Und wenn du beim Wort „Ärzte“ immer nur Männer
im Kopf hast – guess what
– dann denkst du Frauen in dem Beruf
halt einfach weg.
Jesus hat übrigens genau das gemacht: Leute sichtbar gemacht, die sonst keiner gesehen hat. Frauen. Kranke. Außenseiter.
Also, wenn Kirche heute was zu sagen hat, dann vielleicht das: Sprache kann nicht die Welt retten – aber bei der Sprache fängts an, dass die Welt gerechter wird.
Julia Fischer
Ibbenbüren
