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Kirche in 1Live | 14.03.2026 | floatend Uhr
What I Eat in a Day
What I eat in a day. Und fast immer ist es: erschreckend wenig. Ein Trend, der so tut, als wäre das harmlos. Ist es aber nicht. Weil er Essen nicht zeigt, sondern Angst. Angst vor zu viel. Vor Genuss. Vor dem eigenen Körper. Essen wird etwas, das man klein halten muss. Je weniger, desto besser. Je disziplinierter, desto bewundernswerter.
Das ist gefährlich. Weil es normalisiert, was krank machen kann. Weil besonders junge Menschen lernen: Satt sein ist verdächtig. Hunger ist Erfolg. Genuss verschwindet. Schokolade wird „Sünde“, Brot ein „Fehler“. Essen ist kein Geschenk mehr, sondern ein Risiko.
Jesus hat gegessen, gefeiert, geteilt. Nicht, um sich zu kontrollieren, sondern um zu leben. Fülle statt Mangel. Vertrauen statt Zwang. Vielleicht brauchen wir weniger What I eat in a day und mehr How food makes me feel happy.
Du darfst essen. Mit Freude. Ohne Rechtfertigung.
Julia Fischer
Ibbenbüren
