-----
Beiträge auf: einslive
katholisch
Kirche in 1Live | 05.05.2026 | floatend Uhr
Maija ist neu im Team
Maija hat vier Jahre auf ihrer alten Stelle gearbeitet. Dann wird sie von ihrem Arbeitgeber versetzt. Keine Ahnung warum. „Hab´ ich irgendwas getan? War jemand unzufrieden?“ Sie weiß es bis heute nicht. Ihre Vermutung: Ihr Vorgesetzter wollte sie einfach weg haben. Aber niemand hat mit ihr gesprochen. Es hieß einfach irgendwann: Du arbeitest jetzt woanders. Und zwar ganz wo anders. Neue Stadt. Neue Wohnung. Neue Kollegen. Sie ist erstmal krank geworden. Toller Start. Ihr Körper hatte den Stress nicht mehr mitgemacht, mit Abschied, Umzug und Neubeginn. Als sie nach zwei Monaten dann endlich anfangen kann, ist Maija unsicher. Bestimmt sind die Kollegen sauer, weil ich mich direkt krank gemeldet habe. Ganz langsam und still stellt sie sich dazu. Ganz vorsichtig sagt sie, was sie denkt. Und wenn eine Aufgabe verteilt werden muss, meldet sie sich sofort. Viele Wochen blieb für sie die wichtigste Frage: Werden die anderen mich akzeptieren?
Maijas Start ist jetzt ein halbes Jahr her und es fühlt sich für sie an, als wäre sie schon ewig hier. Warum? Weil es in ihrem Team keinen Unterschied macht, wie lange jemand da ist. Entscheidend ist, wie sich jemand einbringt. Echt, authentisch, mit den eigenen Talenten und Ideen. Entscheidend ist der Spaß am Miteinander. Das kannte Maija so nicht und ist glücklich. Genau das, was sie will.
Neulich hat Paul ihr gesagt, dass es schön
ist, dass sie da ist und dass sie eine Bereicherung für das Team ist. „Hör auf,
sonst muss ich heulen“, hat sie nur geantwortet.
Martin Kürble, Düsseldorf
