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Kirche in 1Live | 31.10.2026 | floatend Uhr
Reformationstag
Heute ist Halloween oder Reformationstag, zwei Feste, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Während die Kelten Halloween erfunden haben, um durch hässliche Verkleidungen böse Geister abzuschrecken und die guten Geister mit Süßigkeiten zu belohnen, feiern wir mit dem Reformationstag etwas ganz anderes.
Als am 31. Oktober 1517 Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte, veränderte das den Lauf der Kirchengeschichte. Seine Reformation hat bis heute dazu geführt, dass „böse Geister“ keinen Platz mehr haben und unser Land grundlegend verändert wurde.
Licht und Dunkel prallen an diesem Tag aufeinander. Gute und böse Geister. Halloween und der Vorabend zu „Allerheiligen“. Gegensätze, die es aber nicht nur heute, sondern das ganze Jahr über gibt. Und wie bei so vielen Dingen im Leben, kann ich mich entscheiden, was ich feiern will.
Verkleidungsfeste sind toll, sie machen Spaß. Aber wenn ich mich entscheiden kann, dann feiere ich lieber das Leben und die Hoffnung als den Tod und die Angst. Martin Luther hat so viel in unserem Land bewegt, weil er an einen Gott glaubte, der das Böse besiegt hat, der uns Mut gibt, Hoffnung, die auch in der dunklen Jahreszeit trägt. Sein Optimismus prägt bis heute eins seiner bekanntesten Zitate. Er sagt: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“(1)
Quellen:
(1) https://www.luther2017.de/martin-luther/geschichte-geschichten/luther-und-das-apfelbaeumchen/index.html
Sprecherin: Lisa Kielbassa
Redaktion: Landespfarrerin Julia-Rebecca Riedel
