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Kirche in WDR 2 | 08.09.2026 | 05:55 Uhr
Alphabetisierung
"Lesen stärkt die Seele" - Das sagt Voltaire.
"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."
Das sagt Heinrich Heine.
„Wer zu
lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten
Möglichkeiten.“
Und das sind doch mal schöne Worte von Aldous Huxley.
Drei Schriftsteller und Sie merken: hier gehts ums Lesen! Heute ist der Welttag der Alphabetisierung. Und was Heine und Co da so hervorheben, das Lesen, das ist auch wirklich eine tolle Sache … wenn man‘s kann ...
Viele Menschen können das nicht. Das wissen meine
Kolleginnen und Kollegen hier in Aachen im Kindermissionswerk „Die Sternsinger“
natürlich, denn wir fördern weltweit Projekte, in denen Mädchen und Jungen
lesen lernen. Mal ist es der normale Schulunterricht, mal helfen wir ganz
individuell. Und diese Projekte sind nötig, denn laut UNESCO hat aktuell jedes
fünfte Kind keinen Zugang zu Schulbildung.
Das sind rund 258
Millionen Kinder, Jugendliche und Heranwachsende weltweit. Boh, viel zu viele ... Und warum? Oft liegts an der Armut. Aber auch Flucht,
Vertreibung, eine Behinderung oder Diskriminierung hindern Kinder am
Schulbesuch.
Wer aber nicht lesen, schreiben und rechnen kann, der hat
kaum Chancen auf einen guten Beruf - und damit auch keine Chance, der Armut zu
entkommen.
Heute, am Welttag der Alphabetisierung, wollte ich noch mal auf diese Zusammenhänge hinweisen: Die beste Superkraft gegen Armut ist: Bildung. Und ich muss sagen: Wie dankbar kann ich sein, dass ich wie selbstverständlich Lesen lernen durfte!! Dankbar sind zum Beispiel auch das Mädchen Nour und die beiden Jungs Aines und Tazim. Alle drei mussten in Bangladesch hart arbeiten und hatten nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Aber unsere Projektpartner konnten die Eltern davon überzeugen, die Kinder zur Schule zu schicken. Und neben den steigenden Zukunftsaussichten ist es vor allem die Freude der Kinder, die auch uns in Aachen viel Kraft gibt.
Aines, Nour und Tazim sind zwar nicht Voltaire oder Heine, aber auch sie haben ihre Gedanken zum Lesen: Das ist das, was die Kinder fühlen ...
„Ich bin so glücklich und dankbar wieder
zur Schule gehen zu können. Ich spüre neue Kraft.“ (Tazim, 12)
„Ich liebe es,
zur Schule zu gehen, das ist so toll!“
(Nour, 12)
"Ich bin froh, dass ich hier lernen kann, meine Eltern sind stolz auf mich.“ (Aines, 17)
