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Kirche in WDR 4 | 20.08.2026 | 08:55 Uhr
Spenden?
Guten Morgen.
Nicht schlecht, denke ich. Da schreibt der Spiegel, dass Taylor Swift 100.000 US-Dollar für ein krebskrankes Kind gespendet hat. (1) Doch dann denk` ich: Moment, Taylor Swift und 100.000 Dollar? Ich meine, ihr Vermögen wird auf zwei Milliarden Dollar geschätzt. (2) Ich muss mir das immer wieder vor Augen halten: eine Milliarde sind eintausend Millionen. Und dann 100.000 Dollar spenden? Okay, die hat Taylor Swift in aller Stille gespendet. Und ja, es ist toll und eine große Hilfe für dieses Kind. Aber geht da nicht noch ein bisschen mehr? Ich habe daraufhin mal ein bisschen recherchiert. Also Taylor Swift spendet weit mehr für soziale Projekte, man schätzt, dass in den letzten Jahren über zehn Millionen Dollar da zusammengekommen sind. (3) Und sicherlich wird nicht immer alles veröffentlicht.
Toll, finde ich gut. Und trotzdem höre ich da immer noch eine Stimme sagen: „Geht da nicht noch ein bisschen mehr?“
Ich muss an einige Superreiche denken, die
einen Großteil ihres Vermögens für soziale Projekte abgegeben haben. (4) Das
gibt es übrigens auch in Deutschland. Zum Beispiel: „Sebastian Klein ist durch
den Verkauf der App Blinkist über Nacht Multimillionär geworden – und hat
daraufhin 90 Prozent seines Vermögens abgegeben.“ (5) Respekt!
Nun aber mal weg aus der Welt der Reichen. Mal hin zur Bibel. Auch dort ist
soziales Engagement und Geldspenden kein Nebenthema.
Gott lässt durch einen Propheten mit dem Namen Maleachi folgendes sagen: „`Bringt den zehnten Teil eurer Erträge … zu meinem Tempel, ... Habt keine Sorge, dass ihr dann selber in Not kommt! Stellt mich auf die Probe, sagt der HERR,` … `macht den Versuch, ob ich dann nicht die Fenster des Himmels öffne und euch mit Segen überschütte!`.“ (6)
Ich habe mit diesen Worten des Propheten zwei Erfahrungen gemacht. Als Kind, da habe ich mal etwas Taschengeld zusammengespart. Um es dann am Sonntag beim Gottesdienst in den Kollektenkorb zu legen. Das tat ein bisschen weh, war ganz schön viel für mich. Zwei Tage später kam ein Brief von meiner Oma an. Mit einigen Geldscheinen für meine Schwester und mich. Das war für mich der Segen Gottes nach meinem Spenden. Ich denke, diese Erfahrung hat mich nachhaltig beeindruckt. Auch wenn natürlich nicht immer auf meine Spende ein Geldsegen für mich gefolgt ist. Ist ja klar. Aber Gottes Segen kann sich ja auch anders zeigen. Auf alle Fälle habe ich in meinem Arbeitsleben immer versucht, den Zehnten zu geben. Und das ist meine zweite Erfahrung. Was soll ich sagen, ja, mit drei Kindern in der Ausbildung war es oft sehr knapp. Irgendwie kamen wir immer wieder über die Runden. Konnten sogar häufiger mal Urlaub machen.
Von daher kann ich für mich, ganz persönlich sagen, ja dieser Bibel-Vers stimmt: „Bringt den zehnten Teil eurer Erträge … zu meinem Tempel, ... Stellt mich auf die Probe“, sagt Gott, „… macht den Versuch, ob ich dann nicht die Fenster des Himmels öffne und euch mit Segen überschütte!“
Vielleicht wäre es - wenn es Ihnen möglich ist - mal einen Versuch wert.
Ihr Pastor Heddo Knieper aus Hamm, na dann.
Quellen: (alle Links zuletzt abgerufen am 20.07.26)
(1) https://www.spiegel.de/panorama/leute/taylor-swift-saengerin-ueberrascht-krebskranke-lilah-mit-100-000-dollar-a-122eef0d-1c18-452c-a41d-2ce1018f653b
(2) https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/reichste-musikerin-der-geschichte-taylor-swift-laut-forbes-zweifache-milliardarin-15679665.html
(3) https://wir-helfen-gemeinsam.de/wie-viel-spendet-taylor-swift-ein-ueberblick-ueber-ihre-wohltaetigkeit/
(4) https://de.wikipedia.org/wiki/Gates_Foundation
(5) https://www.amazon.de/Toxisch-Reich-Steuergerechtigkeit-Umverteilung-Verteidigung/dp/3987261382
(6) Maleachi 3,10 (gekürzt) Gute Nachricht Bibel, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze
