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Gendersensible Medizin
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Kirche in WDR 2 | 06.02.2026 | 05:55 Uhr

Gendersensible Medizin

Es gibt einen neuen Trend in der Medizin – in den Praxen, den Krankenhäusern, der Forschung. Stichwort: Gendersensible Medizin. Übersetzt: eine Medizin, die zur Kenntnis nimmt, mit wem sie es zu tun hat. Mit Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Körper und Lebensrealitäten.


Lange Zeit ist das nicht selbstverständlich gewesen. Medizinische Forschung hat sich vor allem am weißen, männlichen Durchschnittskörper orientiert. Wer davon abgewichen ist, war ein „Sonderfall“. Die Folge: Frauen haben länger auf Diagnosen gewartet, sind medizinisch schlechter versorgt worden und ihre Körper sind weniger erforscht. Trans-, inter- und nichtbinäre Menschen kamen in der medizinischen Forschung kaum oder gar nicht vor – und tun es vielfach immer noch nicht.


Deshalb haben wir immer noch einen Gender Data Gap, eine Wissenslücke in der medizinischen Forschung. Ein Problem mit gravierenden Folgen für die Gesundheit, Sicherheit und Versorgungsqualität. Denn: Noch immer fehlen geschlechtsspezifische Daten, die für individualisierte Therapien nötig sind. Die Frauengesundheitsbewegung hat sichtbar gemacht, was lange übersehen worden ist: Menschen erkranken unterschiedlich – abhängig von biologischen, hormonellen, sozialen und strukturellen Faktoren.

Frauen zeigen andere Symptome als Männer, empfinden Schmerzen anders, reagieren anders auf Medikamente. Gleichzeitig zeigt sich, dass Vorsorgeangebote und medizinische Zugänge ungleich genutzt werden.


Bei Gendermedizin geht es nicht um Spaltung oder Klischees, sondern um Verantwortung. Und heute wissen wir: Nicht nur das Geschlecht spielt bei der medizinischen Versorgung eine Rolle. Auch Alter, Herkunft und soziales Milieu prägen unsere Gesundheit.


Wenn wir in die Bibel schauen, finden wir viele Heilungsgeschichten. Dort wird beschrieben, dass Jesus jeden einzelnen Menschen ansieht. Er bleibt stehen, hört zu und schaut ihn an. „Jesus sah ihn und gewann ihn lieb“, heißt es im Markus Evangelium. Vielleicht ist genau das die Aufgabe für die Medizin und unsere Gesellschaft. Heilung beginnt dort, wo Unterschiede wahrgenommen werden – die Körper, die Lebensumstände und die Geschichten. Jede und jeder ist einzigartig. Gendermedizin erinnert uns daran, dass achtsames Wahrnehmen Leben schützt. Die biblischen Heilungsgeschichten erinnern uns daran, dass Zuwendung heilt. Beide zeigen uns einen Weg zu mehr Gerechtigkeit – auch in der Medizin.



Quellen:

https://www.bundesstiftung-gleichstellung.de/wissen/themenfelder/geschlechtersensible-medizin/#definitionen

https://www.gesundheitsforschung-bmftr.de/de/nachgefragt-zum-gender-data-gap-18606.php (zuletzt aufgerufen abgerufen am 09.01.26)



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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