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Sonntagskirche | 04.10.2026 | 08:55 Uhr
„Spülmaschinenfrei“
In unserer Ferienwohnung, da haben wir alles, was wir brauchen. Natürlich nicht allen Komfort der heimischen vier Wände… Aber, wer will das schon im Urlaub. Da freut man sich über den Tapetenwechsel und auch darüber, dass man mit weniger auskommen muss… nein: darf! Was den Kindern allerdings abgeht und auch für uns Erwachsene eine Umstellung ist: In unserer Ferienwohnung wird mit der Hand gespült. Neben dem Spülbecken in der kleinen Küchenzeile haben die Vermieter schon bei der Anreise immer einen Stapel Spültücher hingelegt, eine frische Spülbürste und Abtrockne-Handtücher. Eine Mahnung? Oder doch nette Begrüßung? Wie auch immer: „Herzlich willkommen“, denke ich jedes Jahr. Die ersten Tassen vom Ostfriesentee spülen wir am Anfang noch schnell weg. Dann aber kommt die Bewährungsprobe. Er ist ja quasi Tradition: der große Topf Spaghetti mit Tomatensauce. Ein Muss nach der Ankunft. Tradition ist Tradition.
Wenn die Bäuche gefüllt sind, dann entschädigt auch der Blick aus dem Fenster in die Dünen nicht. Der andere Berg ist jetzt auch in Sichtweite: Teller, Schüsseln, Töpfe, Gläser… Es hilft nichts! Wir sind in Ferien, die Spülmaschine hat auch frei. Also: alles mit der Hand… Erinnern Sie sich noch?
Als ich Kind war, da gehörte das Spülen dazu. Dreimal am Tag, jeden Tag der Woche… bis irgendwann (ich glaube, ich war 15) die erste Spülmaschine einzog.
Meine Kinder freuen sich zugegebenermaßen nur bedingt über dieses neue Zeitfenster in den Ferien. Aber, wenn ich dann einmal drin bin mit der Spülerei, dann kommen Erinnerungen. Bei großen Festen zuhause, da waren das regelrechte Spülstraßen, die da entstanden. Generationen standen auf einmal zusammen, um groß Abwasch zu machen. Es wurde geredet und gelacht, diskutiert, gesungen, Radio gehört und manchmal auch zusammen geschwiegen.
In Psalm 25 schreibt
König David:
„Gedenke
Herr deines Erbarmens und der Taten deiner Gnade.
Denn
sie bestehen in Ewigkeit!“
Um Erbarmen, da mag man beten, wenn man den ein oder anderen Geschirrberg sieht. Aber für mich ist das auch eine Art Gnade. Es ist nämlich einmal im Jahr wie früher. Es wird geredet, gelacht, diskutiert, gesungen, Radio gehört und manchmal auch zusammen geschwiegen. Und zuhause? Da haben wir natürlich wieder eine Spülmaschine. Die macht das alles gründlich und mittlerweile auch sehr ökologisch und wassersparend. Aber es schließt sich auch dieses besondere Zeitfenster. Und damit auch diese verordnete Zeit, in der einfach mal Raum ist für all die Themen und Dinge, die sonst nur zwischen Tür und Angel, oder per WhatsApp geklärt werden. Und: wo schweigt man eigentlich noch gemeinsam? Einfach so, ohne dass es unangenehm wäre!
Jetzt beginnt der Herbst und wenn das Laub weg ist, dann ist auf einmal wieder Zeit für Musik, Bücher und Häuslichkeit. Vielleicht gönnen Sie sich ja in diesen Wochen mal eine Gnade. Geben sie der Spülmaschine mal einen Tag frei und packen die Handtücher aus. Vielleicht erbarmen sich ihre Lieben und es entstehen Momente, die in Ewigkeit bleiben; also unverlierbar sind.
Denn sie bestehen in Ewigkeit!“
Um Erbarmen, da mag man beten, wenn man den ein oder anderen Geschirrberg sieht. Aber für mich ist das auch eine Art Gnade. Es ist nämlich einmal im Jahr wie früher. Es wird geredet, gelacht, diskutiert, gesungen, Radio gehört und manchmal auch zusammen geschwiegen. Und zuhause? Da haben wir natürlich wieder eine Spülmaschine. Die macht das alles gründlich und mittlerweile auch sehr ökologisch und wassersparend. Aber es schließt sich auch dieses besondere Zeitfenster. Und damit auch diese verordnete Zeit, in der einfach mal Raum ist für all die Themen und Dinge, die sonst nur zwischen Tür und Angel, oder per WhatsApp geklärt werden. Und: wo schweigt man eigentlich noch gemeinsam? Einfach so, ohne dass es unangenehm wäre!
Jetzt beginnt der Herbst und wenn das Laub weg ist, dann ist auf einmal wieder Zeit für Musik, Bücher und Häuslichkeit. Vielleicht gönnen Sie sich ja in diesen Wochen mal eine Gnade. Geben sie der Spülmaschine mal einen Tag frei und packen die Handtücher aus. Vielleicht erbarmen sich ihre Lieben und es entstehen Momente, die in Ewigkeit bleiben; also unverlierbar sind.
