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Weihnachtsblues
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Hörmal | 26.12.2025 | 07:45 Uhr

Weihnachtsblues

"Ich bin froh, wenn die Weihnachtstage vorbei sind. Von mir aus könnten die kürzer sein", sagt eine Frau zu mir. "Mit kleinen Kindern ist das ja schön, aber für mich? Gut, wenn der Alltag wieder losgeht."


Die Weihnachtstage können sehr lang sein. Und manchmal sind sie echt schwer. Der leere Platz am Tisch, der geliebte Mensch, den wir verloren haben, fehlt in diesen Tagen besonders. Es tut weh, wenn ich die Kinder dieses Jahr über die Feiertage verteilen muss, die Familie sich neu und anders zusammensetzt, weil die Beziehung in die Brüche gegangen ist. Es ist kaum auszuhalten, zu sehen, wie die Mutter, die Oma sich quälen muss, weil sie so krank ist. Wird sie nächstes Weihnachten noch erleben? Wohl kaum. Und auch das der Gabentisch leer geblieben ist, belastet. Ein kleines Geschenk für jeden – das war`s. Mehr ist nicht drin gewesen – alles ist teurer geworden. Der Umzug, die kaputte Waschmaschine, die Ratenzahlungen …


Die Risse, Brüche und Narben, die das Leben bei uns hinterlässt – das Scheitern, das Ausgeliefertsein, das Unvermögen - viele spüren es gerade jetzt besonders stark. Hat der Schmerz - alles das, was in meinem Leben nicht so ist, wie ich es mir gewünscht habe, Platz an Weihnachten? Oder bleibe ich damit Zaungast beim Fest? Einer, der nicht dazu gehört. Zuschauen darf, wie glücklich die anderen sind. Die, bei denen alles läuft.


Die gute Nachricht: Die Weihnachtsgeschichte macht die Zaungäste zu den Hauptpersonen. Das Wunder der Weihnacht fängt im Unvollkommenen an, in der Not des Stalls von Bethlehem an. Nichts läuft perfekt. Maria und Joseph sind zwei zutiefst verunsicherte Menschen. Ihre Beziehung ist wacklig, ihre Lage schwierig. Trotz allem, Gott kommt in diesem Jesuskind zur Welt. Genau diese unvollkommene Welt ist der Anfang von Gottes Gegenwart als Mensch unter Menschen. Eine Welt voller Schmerzen und Enttäuschungen, eine Welt, die von Auseinandersetzungen, Einsamkeit und Unverständnis geprägt ist. In alldem: Gott ist da.

Das ist die Hoffnung von Weihnachten. Gott ist für mich da. Gott sucht mich. Nicht das, was ich bin oder was ich habe, nur mich. Egal, wie mein Leben bisher verlaufen ist – Gott findet seinen Platz darin. In meinem Leben. Frohe Weihnachten.



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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